20.04.2016, 18:29 Uhr

Erhöhte Förderung soll den Salzburgern Lust auf Elektroautos machen

Fördert Elektromobilität: LH-Stv. Astrid Rössler mit Günther Rauchfuß (Haubetreuung Bauchinger)
Mit einer erhöhten Förderung will LH-Stv. Astrid Rössler Privaten, Firmen und Gemeinden die Anschaffung von Elektroautos schmackhaft machen. In den kommenden zwölf Monaten stehen dafür rund 700.000 Euro zur Verfügung. Die Förderhöhe variiiert zwischen 3.000 und 6.000 Euro pro Neuwagen (es darf auch eine Tageszulassung oder ein Vorführwagen sein). 130 bis 140 Elektroauto-Neuzulassungen sollen damit gefördert werden. "Damit würden wir etwa zwei Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein um unsere Klimaziele zu erreichen, wir brauchen sowieso eine Vielzahl von diesen kleinen Tropfen", räumte die Umweltreferentin ein.

Um als Privater in den Genuss der Förderung (5.000 Euro) zu kommen, muss man sich an einen Ökostrom-Vertrag binden und das Fahrzeug mindestens vier Jahre lang behalten bzw. die Förderung aliquot zurückzahlen. Kann man nachweisen, dass man zusätzliche Ökostrom-Kapazitäten schafft (etwa durch eine Photovoltaik-Anlage), erhöht sich die Förderung auf 6.000 Euro.

Einen Fokus legt die neue Förderung auf Firmen: Sie müssen sich einer Fuhrparkanalyse durch das Umwelt Service Salzburg unterziehen und können bis zu 15 Fahrzeuge (jeweils 6.000 Euro Förderung) ihrer Autoflotte fördern lassen. Wer nur ein Firmenfahrzeug anschafft, erhält immer noch 3.000 Euro Förderung. Das gilt auch für Vereine oder konfessionelle Einrichtungen. Für Gemeinden wird auch nur ein Elektrofahrzeug mit 6.000 Euro gefördert.

Ein Unternehmen, das diese Förderung nützt, ist die Hausbetreuungsfirma Bauchinger. Sie hat zehn Autos ihres 60 Fahrzeuge umfassenden Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge umgestellt. "Diese Fahrzeuge werden pro Tag durchschnittlich 120 bis 180 Kilometer zurücklegen – und wir kommen mit dieser Leistung aus", sagt Günther Rauchfuß (Bauchinger). Schon in der Vergangenheit hat das Unternehmen auf Elektrofahrzeuge gesetzt, eigene Ladestationen am Firmengelände und bei Partnerbetrieben eingerichtet. "Wir sind ein ISO-zertifizierter Klimabündnisbetrieb und uns war es wichtig, unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verbessern", erklärt Rauchfuß.

Derzeit machen Elektroautos nur 1,81 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen aus. Rössler geht davon aus, dass sich die neue Förderung – die alte betrug 3.000 Euro – rasch herumsprechen wird. Sollte der Topf schneller als innerhalb von zwölf Monaten erschöpft sein, "dann werden wir möglicherweise aufstocken", kündigt sie an.
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