15.03.2016, 12:00 Uhr

Kräuterexpertin Rita Lackinger: „Knospen kosten beim Waldspaziergang“

Bärlauch sollte nur im Wald gepflückt werden, da man dort die hochgiftige Herbstzeitlose kaum antrifft. (Foto: Glaser - Fotolia)

Der Wald bietet nicht nur Erholung und Ruhe, sondern er ist ein Kraftspender für Körper und Seele.

BAD HALL. Der Wald bietet nicht nur Erholung und Ruhe, sondern er ist ein Kraftspender für Körper und Seele. „Umweltmediziner der MedUni Wien haben festgestellt, dass Stress durch Aufenthalte im Wald und insbesondere durch sportliche Aktivitäten reduziert wird. Der Puls, Blutdruck und die Muskelspannung werden gesenkt, das Stresshormon Kortisol wird weniger und die Stimmungshormone Serotonin und Dopamin werden ausgeschüttet“, sagt Kräuterexpertin Rita Lackinger.


„Knospen sind wahre Energieträger“


Besonders im Frühling, wenn alles zum Leben erwacht, empfiehlt Lackinger, bei Waldspaziergängen immer wieder die Knospen von Linde, Buche, Ahorn, Hasel, Birke, Tannen, Fichten, aber auch von Kirschen zu knabbern: „Knospen sind wahre Energieträger; eine Handvoll Knospen reicht für eine volle Mahlzeit.“ Für Salate eignen sich die jungen Blätter von diversen Bäumen besonders gut: Buchenblätter haben ein leicht säuerliches Aroma, sind aber sehr bekömmlich. „Mit den Blättern kann auch Limonade zubereitet werden, indem man die Blätter mit Wasser übergießt und 24 Stunden ruhen lässt. Wer eine Birke bei sich zu Hause hat, kann auch daraus wertvollen Birkensaft gewinnen. Dieser ist nährstoffreich und vitalisierend für den Körper. „Der Saft ist nicht allzu lange haltbar, kann aber zu Wein oder Sirup weiterverarbeitet werden“, sagt die Bad Hallerin. Achtung: Für Diabetiker ist der Saft nicht geeignet, da er einen hohen Zuckergehalt hat. Im Frühling begegnet man auch schon dem Bärlauch, jungen Brennnesseln und Gierschblättern. „Bärlauch bitte immer im Wald pflücken, da man dort die hochgiftige Herbstzeitlose kaum antrifft“, rät Lackinger. Wer den Bärlauch pflückt, sollte stets nur einzelne Blätter pflücken, da sich Giftpflanzen darin befinden könnten. Die Kräuterexpertin empfiehlt, nur die Pflanzen zu pflücken, die man auch wirklich kennt.

Kräuterwanderung
Am 18. März und am 1. April lädt Rita Lackinger jeweils um 15 Uhr zu den nächsten Kräuterwanderungen. Treffpunkt ist beim Tourismusverband Bad Hall.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.