25.07.2016, 12:11 Uhr

Unwetter: 160 Kameraden im Einsatz

(Foto: Manfred Ploiner, FF Grafenwörth)
Das Bezirksfeuerwehrkommando Tulln teilt mit, dass die Feuerwehren nördlich der Donau Samstag auf Sonntag im Großeinsatz standen. Nachdem ein schweres Gewitter nierderging, mussten die Einsatzkräfte zu zahleichen Einsätzen ausrücken: Keller und Wohnungen mussten ausgepumpt, umgestürzte Bäume und Äste von den Fahrbahnen entfernt werden. Abgedeckte Dachziegel wurden von der Verkehrsfläche geräumt und die Dächer gesichert. Auch zu einem Verkehrsunfall, Fahrzeug musste geborgen werden, wurde eine Feuerwehr gerufen. Die Einsätze begannen nach ein Uhr früh und dauerten bis zum Sonntagnachmittag.

Dreizehn Feuerwehren des Bezirkes Tulln waren mit 160 Frauen und Männern bei über zwanzig Einsätzen zum Teil gleichzeitig tätig.

Eingesetzte Feuerwehren:
· Baumgarten/ Wagram
· Engelmannsbrunn
· Fels
· Feuersbrunn
· Grafenwörth
· Großweikersdorf
· Kirchberg/ Wagram
· Neudegg
· Oberstockstall
· Ottenthal
· Thürnthal
· Unterstockstall
· Wagram/Wagram


Presseaussendung der FF Grafenwörth:
Unwetter hinterlässt Spuren in Grafenwörth

Bei den schweren Regenunwettern in der Nacht von 23. auf 24.07.2016 blieb auch Grafenwörth nicht verschont. Neben der Sicherung einer gefluteten Straße und einer Hilfeleistung für die FF Feuersbrunn beschäftigte ein „Minihochwasser“ in der Siedlung „Am Anker“ die Grafenwörther Feuerwehrleute.

Noch während der andauernden Starkregenfälle wurde die FF Grafenwörth um 02:00 Uhr zu Auspumparbeiten in den Ortsteil „Am Anker“ gerufen. Dort sammelte sich das Regenwasser im Straßenzug und drückte das Wasser in den Keller eines Wohnhauses. Noch auf der Anfahrt zu diesem Einsatz wurden die Feuerwehrleute über eine zweite Notlage informiert – die Seebarner Straße war an einer Stelle derart hoch geflutet, dass ein Durchkommen mit PKW nicht mehr möglich war.

„Am Anker“ brachte die Besatzung des Rüstlöschfahrzeuges zunächst zwei Unterwasserpumpen in Stellung um den entstandenen See in das nächste Feld zu entwässern. Kurze Zeit später traf auf das Versorgungsfahrzeug mit dem Rollcontainer für Pumparbeiten am Einsatzort ein und brachte den Nasssauger im Keller des betroffenen Hauses zum Einsatz.

Zuvor hatte das Versorgungsfahrzeug in der Seebarner Straße eine Straßensperre eingerichtet. Da der Regen zwischenzeitlich aufgehört hatte, wurde entschieden das natürliche Versickern des Wassers abzuwarten.

Während der Pumparbeiten „Am Anker“ erreichte die Grafenwörther noch eine Anforderung aus Feuersbrunn. Da die Feuerwehren Wagram und Feuersbrunn bereits ihre gesamte Pumpenkapazität im Einsatz hatten, stellte die FF Grafenwörth eine Schmutzwasserpumpe samt A-Druckschläuchen und einen Stromerzeuger bei.

Nachdem der Wasserspiegel „Am Anker“ weit genug gesunken war und auch der Keller des Wohnhauses weitgehend trockengelegt werden konnte, räumten die freiwilligen Feuerwehrleute noch die schmutzigen Schläuche weg, versorgten die eingesetzten Geräte und begannen im Feuerwehrhaus mit der Grobreinigung des eingesetzten Materials. Gegen 04:30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.
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