12.05.2016, 12:03 Uhr

Wagram: Erster "Donauveltliner" gepflanzt

Pflanzen den Donauveltliner: Großriedenthals Weinbau-Obmann Josef Bauer jun., Österreichs Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager und Ferdinand Regner von der Klosterneuburger Wein- und Obstbauschule. (Foto: privat)

Großriedenthaler Weinbau-Obmann besitzt größte Versuchsfläche außerhalb der Klosterneuburger Wein- und Obstbauschule.

GROSSRIEDENTHAL / WAGRAM / KLOSTERNEUBURG. "Jetzt wurde er gepflanzt, in drei Jahren wird er auf dem Markt sein", freut sich Josef Bauer jun., Winzer und Obmann des Großriedenthaler Weinbauvereins.
Am Dienstag, 10. Mai, war es so weit. Winzer Josef Bauer jun. hat im Beisein von Weinbaupräsident NR Johannes Schmuckenschlager, Ferdinand Regner von der Wein- und Obstbauschule Klosterneuburg sowie Sommelier Walter Kutscher den ersten Donauveltliner am Wagram gepflanzt. Bauer betreibt nun mit dem Donauveltliner und dem Donauriesling, der 2012 gepflanzt wurde, die größten Versuchsflächen (gesamt ein halbes Hektar) außerhalb der Wein- und Obstbauschule Klosterneuburg. Regners Verdienst ist die Entwicklung der neuen Rebsorte „Donauveltliner“.

Resistente Weißweinsorte

Beim Donauveltliner handelt es sich um eine Kreuzung aus Grüner Veltliner und Seyval Blanc – einer nordfranzösischen besonders Kälte resistenten Weißweinsorte aus dem Jahr 1919. Interessant für das Bio-Weingut Bauer ist, dass die Rebsorte neben der hohen Pilzresistenz auch besonders dem Frost standhält, das aus gegebenem Anlass von großer Relevanz ist. Geschmacklich erfreut er den Gaumen mit der klassischen Veltliner Würze, wobei der international tätige Sommelier Kutscher betont, dass für den Laien geschmacklich kein Unterschied zum klassischen Veltliner zu erkennen ist.

Potenzial für ökologischeren Weinbau

Der Konsument ist natürlich ausschlaggebend – der Donauriesling 2015 von Josef Bauer findet großen Anklang. 1.000 Flaschen gibt's, der Obmann beschreibt ihn als "strukturiert, das Aroma geht in Richtung reifer Pfirsich". Mit der neuen Rebsorte "Donauveltliner" will er in drei Jahren bei den Kunden punkten, wenn er auf dem Markt zugänglich ist. Österreichs Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager betont das "große Potenzial für einen wirtschaftlicheren und ökologischeren Weinbau" in den neuen Sorten.
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