18.08.2016, 14:05 Uhr

Bei Kaisern und Königen in Wolfsberg

Besonders stolz ist Ingold Termoth auf die Offiziersuniform aus der Habsburgerzeit in seinem Privatmuseum

Der Pensionist Ingold Termoth betreibt in Wolfsberg privat ein k. u. k.-Museum.

petra.moerth@woche.at

WOLFSBERG. Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand beim Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 gilt als Auslöser für den Ersten Weltkrieg. Im privat geführten k. u. k.-Museum von Ingold Termoth in der Johann-Offner-Straße 24 in der Wolfsberger Altstadt erinnern einige liebevoll restaurierte Exponate an die Zeit vor 100 Jahren.

Spuren der Vergangenheit


Unter den historischen Raritäten befinden sich eine Generalkarte, eine Feldflasche sowie eine Erkennungsmarke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. "Zu meinen ältesten Stücken zählt eine originale Offiziersuniform mit zahlreichen Orden aus der Habsburgerzeit aus dem Jahr 1849", schwärmt Ingold Termoth. Vom pensionierten Lavanttaler Bundesheer-Piloten Dieter Szolar hat der Pensionist zwei originale Feldtelefone aus dem 19. Jahrhundert für seine Privatsammlung erhalten. Aber Termoth verfügt auch über historische Raritäten aus anderen Lebensbereichen. "Dieses Hirschgeweih aus Lading wiegt achtzehn Kilogramm", zeigt der Wolfsberger auf die monströse Jagdtrophäe aus der jüngeren Zeit an der Wand. Auch ein Bügeleisen aus dem Jahr 1884 und eine Schreibmaschine aus dem Jahr 1920 zählen zum rund 100 Exponate umfassenden Fundus des Museumsbetreibers. Trotz der Leidenschaft für die antiken Schätze entwickelte sich Termoths Privatmuseum aus einem Zufall heraus.

Zielgruppe Schüler


"Bei einer Feuerwehrübung am Dachboden unseres Hauses stolperte ich rein zufällig über die Gegenstände aus der k. u. k.-Zeit", so Termoth, der sich bis vor einigen Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Wolfsberg aktiv engagiert hat. Nach jahrelanger mühevoller Vorarbeit öffnete der Wolfsberger vor knapp zweieinhalb Jahren die Tore seines Privatmuseums — vordergründig für Schulklassen in Begleitung von Lehrern. "Wenn die Kinder begeistert sind, dann freue ich mich auch."


ZUR SACHE:
Das Museum:
k. u. k.-Museum
Privatmuseum
Johann-Offner-Straße 24
9400 Wolfsberg

Der Betreiber:
Ingold Termoth

Die Preise:
Der Eintritt ist frei!

Die Themen:
Das Reich der Habsburger
Österreichisch-Ungarische Monarchie
Erster Weltkrieg
Zweiter Weltkrieg
Jagd
Kirche
Erste Hilfe
Alltagsleben
Ziergegenstände

Die Anmeldung:
Lehrer können mit ihren Klassen über das Büro des Bürgermeisters in der Stadtgemeinde einen Termin für eine Führung vereinbaren.

Und sonst gilt: Einfach vorbeischauen!

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