Gesundheit, Würze und schön sind sie
Frische Kräuter als Lebenselexir für Badnerin
- Maria Perschon mit ihrem blühenden Rosmarin.
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Kapuzinerkresse, Schnittlauch und Basilikum: So sorgen Kräuter für Biodiversität und guten Geschmack.
BEZIRK BADEN. Sie sind die heimlichen Stars in jedem Naturgarten, auf den Balkonen und Terrassen im Bezirk Baden und haben sogar auf dem kleinsten Fensterbankerl Platz – Kräuter duften nicht nur gut und verfeinern unser Essen, sondern sind wertvoller Lebensraum, etwa für Wildbienen und Schmetterlinge.
- Biene im Bohnenkraut.
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Gut für Mensch & Natur
Wer Oregano, Thymian oder Minze selbst anbaut, erntet mehr als Geschmack. So kann Rosmarin etwa die Konzentration fördern oder Salbei das Immunsystem unterstützen. Darüber hinaus sind die Kräuter mit ihren bunten Blüten für die Biodiversität wertvoll. Und wer gerade erst mit dem "Garteln" beginnt, kann bei Dille, Estragon und Zitronenmelisse nicht viel falsch machen.
- Mit Rosmarin und Melisse aromatisiertes Wasser.
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Kräuterparadies in Baden
Maria Perschon aus Baden pflegt liebevoll ihren Kräutergarten. Besonders schön und groß sind ihr Rosmarin und Lorbeer. Den Rosmarin hat ihr eine Freundin aus Rom mitgebracht und gedeiht prächtig. Auch der Lorbeer fühlt sich sehr wohl und ist inzwischen winterhart. In den ersten Jahren hat sie ihn noch geschützt. Perschon betont: "Ich habe die Kräuter in unterschiedlichen Beeten und Töpfen, weil sie unterschiedliche Bodenbedürfnisse haben.
- Verschiedene Minzsorten, dahinter dürfen Brennnesseln wachsen.
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Die Minze - in verschiedenen Sorten - sitzt in Töpfen, weil sie Ausläufer haben. Sie verwendet sie, je nach Sorte, für Tee, Kärntner Kasnudeln und kühle Getränke. Perschon berichtet: "Die Dille ist eine Diva, sie ist sehr heikel. Ich lasse eine Pflanze aussamen und schaue, wo sie sich ansiedelt."
- Auch Gänseblümchen fühlen sich hier wohl.
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In ihren Kräuterbeeten finden sich auch Majoran, mehrere Thymian-Sorten, mehrere Salbeisorten, Bohnenkraut, Estragon für Senfgurken. Den Zitronenthymian verwendet sie gerne für die italienische Küche, für Röstgemüse und für Tee.
"Bohnenkraut und Thymian habe ich auch in den Blumenbeeten, als Schmuck blühen sie hübsch lila und ich verwende sie auch gerne in der Küche."
- Bodendecker Thymian im Blumenbeet.
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Bohnenkraut verwendet sie gerne für Fisolen oder Bohneneintöpfe und Bohnensuppen und im Kräutersalz. "Das Olivenkraut verwende ich für die mediterrane Küche, damit muss man sparsam umgehen. Es ist etwas besonderes", erklärt sie.
- Kräuterbeet für Pflanzen die karge Böden lieben: Olivenkraut, Thymian, Salbei, Oregano etc.
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Kräutertee aus dem Garten
Die Zitronenmelisse bezeichnet sie als gesundes "Unkraut", weil sie so gut wächst, die sie gerne für Tee verwendet. In ihre Teebüscherl gibt sie gerne Zitronenmelisse, ein Brombeerblatt, ein Himbeerblatt, und Zitronenverbene, die nicht winterhart ist.
- Schnittlauch.
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Das Basilikum stellt sie dann in einer Wanne in den Halbschatten: "die wollen feuchte Füße, dann kann ich Pesto Genovese ohne Ende machen." Der Liebstöckel hingegen mag es sonnig und wird hoch. Den verwendet sie für Suppen, den 1. Schnitt friert sie ein, samt der aromatischen Stängel und hat damit eine zweite Ernte.
Maria Perschons Rezepttipps mit Rosmarin:
- Schnittfeste Polenta, mit Olivenöl mit gehacktem Rosmarin vermischt bestreichen, im Backrohr übergrillen
- Ziegenkäse mit Honig und gehacktem Rosmarin
- Feta-Creme mit gehacktem Rosmarin über Pasta oder zu gegrilltem Gemüse
- Kräutersalz
- Rosmarinkartoffeln
- Zum Würzen von Trinkwasser, einen Zweig in eine Karaffe, gerne mit anderen Kräutern oder Zitrone mischen
- getrocknete Rosmarinbüschel ins Badewasser
- Zu Sommergemüse
- Beim Hendl ein Zweigerl Rosmarin mit Butter unter die Haut schieben
Lorbeer verwendet sie für Eintöpfe mit Linsen, Currys und in Suppen sowieso. Sie betont: "Es ist wichtig, das Blatt anzureißen, bis zur Mittelrippe, dann kommen Geschmack und die gesunden Stoffe raus. Frische Lorbeer ist intensiver als getrockneter. Er lässt sich super trocknen."
- Lorbeer.
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Salbei verwendet sie gern als Salbeibutter zu Pasta. Sie schwärmt von Crispy Salbei: dazu werden die ganzen Blätter oder nudelig geschnittene kurz in Olivenöl geschwenkt. Nachdem man sie vom Herd nimmt, werden sie knusprig. "Crispy Salbei über Pasta mit Knoblauch, da braucht es nichts anderes." Bei Halsweh gurgelt sie mit Salbeiblättern, sie trinkt auch gerne Salbeitee.
Kräuter für die Minestrone
Ganz viel Zitronenthymian gibt sie in ihre Zucchini Tarte, gemeinsam mit Feta, Eiern und Ricotta. Für Minestrone macht sie Kräuterbüschel mit einem Lorbeerblatt, Bohnenkraut, Salbeiblatt, Olivenkraut, Oregano, Thymian, Basilikum, ausgezeichnet ist darin auch wilder Majoran oder französischer Majoran.
- Teebüschel mit gemischten Kräutern: Zitronenmelisse, ein Brombeerblatt, ein Himbeerblatt, und Zitronenverbene.
- Foto: Mirjam Preineder
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Neben der Minze darf auch ein Eckchen voller Brennnesseln stehen, für die Schmetterlinge, für einen gemischten Tee und für die Brennnesseljauche. Sie gibt Brennnesseln auch gerne in den Kompost, dafür sammelt sie jedoch in der Wildnis.
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