Platzbedarf in Gymnasien
Kollross: "Zehn zusätzliche AHS-Klassen im Bezirk Baden nötig!"

SPÖ-Kommunalsprecher und Bürgermeister von Trumau Andreas Kollross ist im Zuge mehrerer Gespräche mit besorgten Eltern in seinem Bezirk alarmiert.

BEZIRK BADEN. Trotz hervorragender Noten werden Kinder in den Gymnasien des Bezirkes nicht mehr aufgenommen. Für Kollross steckt hinter den zahlreichen Ablehnungen die Überlastung der Bundesgymnasien und er fordert daher zehn zusätzliche AHS-Klassen für den Bezirk Baden. Darüber hinaus übt Kollross in einem offenen Brief an den zuständigen Bundesminister Heinz Faßmann grundsätzliche Kritik: „Wir kommen in die absurde Situation, dass der Bundeminister und die gesamte Bundesregierung an dem differenzierten Schulsystem samt Noten ab der 2. Klassen festhalten, um die Übertritte in die Bundesgymnasien zu erschweren, und auf der anderen Seite nicht für die notwendige Versorgung einstehen, obwohl die Voraussetzungen für den Übertritt gegeben sind.“

Zuwachs an Volksschulkindern erwartet

Bis zum Jahr 2025/2026 rechnet die Statistik Austria mit einem Zuwachs an Volksschulkindern um neun Prozent in Niederösterreich. Damit der Übertritt der Volksschulkinder in die AHS Unterstufe in die Bundesgymnasien gewährt wird, bräuchte der Bezirk Baden alleine dafür zehn neue Klassen. "Ein Schulentwicklungsplan mit zusätzlichen Schulstandorten oder Klassenzimmern wurde jedoch von Faßmann bis dato noch immer nicht geliefert", so Kollross. Er ist überzeugt, dass auch in anderen Regionen Österreichs ein Mangel an Schulplätzen bevorsteht und fordert den Unterrichtsminister in einem offenen Brief daher auf, für die rasche Veröffentlichung des Schulentwicklungsplans, eine grundlegende Finanzierung im Zuge der Budgetdebatten und den Ausbau von mindestens zehn zusätzlichen Schulklassen im Bezirk Baden zu sorgen.

Wahlfreiheit für jedes Kind!

In dem Brief an Faßmann heißt es zudem: „Wenn Sie schon der Meinung sind, dass ein differenziertes Schulsystem besser ist, als die von der SPÖ seit Jahren formulierte gemeinsame Schule, dann sorgen Sie dafür, dass jedes Kind auch die Wahlfreiheit hat, ob es nun ins Gymnasium oder in eine Neue Mittelschule gehen will. Das sind Sie den Eltern und Kindern meines Bezirkes schuldig." Kollross plädiert für eine gemeinsame Schule nach dem Vorbild Finnlands“.

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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