Rohstoff Holz:
So versorgte der Bezirk einst Wien mit Energie

Die Hauptklause in Klausen Leopoldsdorf an der Schwechat | Foto: Stadtarchiv Baden
  • Die Hauptklause in Klausen Leopoldsdorf an der Schwechat
  • Foto: Stadtarchiv Baden
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BEZIRK BADEN. Die ausreichende Versorgung mit Energie ist nicht erst in unseren Zeiten eine wichtige Aufgabe des Staates. Statt Kohle, Erdöl und Erdgas war es in vergangenen Jahrhunderten der Universal-Rohstoff Holz, der in der näheren Umgebung Wiens immer knapper wurde. Mit den Jahren wuchs der Aufwand, um Holz aus immer weiter entfernt liegenden Wäldern nach Wien zu bringen. Vor dem Ausbau leistungsfähiger Straßen und Schienenwege erfolgte der Transport vor allem über Flüsse und Kanäle.

Erst vor 81 Jahren, im Jahr 1942, endete die Brennholzschwemme auf der Schwechat, die über einen Zeitraum von 275 Jahren vor allem Wien mit Energie versorgte. Erfahrene Spezialisten aus dem Salzkammergut errichteten ab 1667 im Jagdgebiet von Kaiser Leopold I. ein über 100 Kilometer langes, aufwendiges und immer wieder erneuertes System von Klausen und Rechen für den Holztransport auf dem Wasserweg. Der Holzreichtum des Wienerwaldes bildete für Jahrhunderte eine Quelle gesicherter Einnahmen für den Staat, zumal Holz bis in das 19. Jhdt. im Wesentlichen der einzige Energieträger für Industrie, Gewerbe und Haushalt war.

Vortrag am 20. September: Reservierungen nötig

DI Fritz Lange, Autor mehrerer Bücher über historische Wasserwege, hat vieles über die jahrhundertelange Tradition der Holzschwemme auf der Schwechat und auch über den verschwundenen Holzrechen in der Möllersdorfer Au recherchiert und zusammengetragen. Erst kürzlich - im März - hielt er einen ausverkauften Vortrag über die Holzsschwemme an der Schwechat im Rollettmuseum Baden.

Fritz Lange zitiert in seinem Vortrag bisher noch nie veröffentlichte Quellen aus dem Badener Stadtarchiv, Dokumente aus der Sammlung des Möllersdorfer Pfarrers Friedrich Tscherney und zeigt historische Filmaufnahmen aus dem österreichischen Filmarchiv. Ein weiterer Vortrag von Fritz Lange ist bereits für 20. September im Rollettmuseum angekündigt. Dafür werden bereits die notwendigen Reservierungen entgegengenommen, die Nachfrage ist groß. 022552/86800-580 oder museum@baden.gv.at

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