Üben, üben, üben
Tipps der Stadtpolizei Baden für den sicheren Schulweg
- Bezirksinspektor Stefan Skrianz sichert den Schulweg vor der Volksschule Uetzgasse.
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Schulbeginn für rund 17.000 Taferlklassler im Land – so wird ihr Schulweg im Bezirk Baden sicher.
BEZIRK BADEN. Zuerst nach links und dann nach recht schauen – der Weg in die Schule will gut geübt sein, damit die Erstklässler auch unbeschadet ankommen. Schon jetzt wird fleißig trainiert – MeinBezirk Baden hat Bezirksinspektor Stefan Skrianz nach den wichtigsten Tipps für Eltern und Kinder gefragt.
Skrianz ist bei der Stadtpolizei Baden Verantwortlicher für Verkehrserziehung. Er ist überzeugt: "Das größte Problem liegt in der Geschwindigkeit. Die Fahrzeuge sind zu schnell unterwegs. Der größte Feind auf der Straße ist die Ablenkung, wie Handy und Zigaretten."
- Bezirksinspektor Stefan Skrianz schenkt Kindern ein Vorschussvertrauen.
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Jedes Jahr am Beginn des Schuljahres gehen er und seine Kollegen in die Schulen und machen Verkehrssicherheits-Schulungen in den Klassen. Dabei werden die Kinder dringlich darauf hingewiesen, sich nicht vom Handy ablenken zu lassen, wenn sie im Straßenverkehr unterwegs sind.
Die Schülerinnen und Schülern der vierten Klasse werden dann im Frühling auf die Radfahrprüfung vorbereitet. Auch die Regeln bezüglich Tretroller und E-Scooter werden in den Schulungen besprochen. Stefan Skrianz ist auch bei der Sicherung von Zebrastreifen (Schutzweg) vor Schulen eingesetzt.
Den Weg zum Hort üben
Bei der Volksschule Uetzgasse in Baden übt der Bezirksinspektor mit den Kindern in den ersten und zweiten Klassen besonders den Weg zum Hort in der Elisabethstraße. Auf diesem Weg liegt auch die gefährliche Kreuzung der Uetzgasse mit der Elisabethstraße. Hier hält er die Kinder bei der praktischen Übung zur Sicherheit an der Kapuze fest, während sie vorzeigen, dass sie richtig reagieren. Er berichtet, dass hier Autofahrer oft nicht rechtzeitig anhalten. Beim Lokalaugenschein bestätigt auch eine vorbeikommende Mutter, dass es eine sehr gefährliche Kreuzung ist: "Hier ist es ganz arg."
Eine der wichtigsten Fragen des Polizisten an die Schülerinnen und Schüler lautet: "Was siehst du?" Er bringt ihnen bei auf die Sichtachse zu achten. Um zu sehen, ob ein Auto kommt, ist es oft notwendig einen Schritt nach vorne zu wagen: "Ich zeige ihnen, wie weit muss ich gehen, bis ich etwas sehe. Manchmal ist es dafür notwendig die Straße zu betreten."
- Die Kreuzung Elisabethstraße und Uetzgasse ist besonders gefährlich.
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Als Vater und Polizist weiß er: "Es ist wichtig, Kindern einen Vertrauensvorschuss zu geben. Dann bemühen sie sich." Er bleibt stehen, damit Kinder lernen selbstständig die Straße zu queren. Er erzählt: "Wenn sie uns sehen, erinnern sie sich an die Schulung, sie wollen zeigen, wie gut sie es machen. Sie schauen genau und danach drehen sie sich nochmal um und wollen eine Bestätigung, dass sie es richtig gemacht haben."
Eine wichtige Botschaft von ihm an Kinder ist: "Wenn du dich nicht traust, musst du das nicht machen. Grün heißt nicht, du musst gehen, es heißt du darfst gehen." Wenn ein Auto zu schnell fährt, ist es besser zu warten. Er betont, dass Menschen Fehler machen, "niemand will dich verletzen." Er bringt den Kindern bei: "Wenn ich es mir nicht zutraue, dann tue ich es nicht. Ich muss nicht jetzt die Straße überqueren." Auch beim Radfahren betont er, dass man jederzeit absteigen kann, dann ist man ein Fußgänger.
Ein Aha-Moment für viele Kinder ist, dass er sie zur Erkenntnis hinführt, dass sie selbst auf sich aufpassen müssen im Straßenverkehr. "Ich setze den Fuß, ich wage den Schritt."
Weitere Themen der Verkehrsschulung sind die Handzeichen der Polizei zu verstehen, was das Gelbe Licht bei der Ampel bedeutet (Stopp), und dass die Ampel auch für Fußgänger gilt, auch wenn es keine eigene Fußgängerampel gibt.
Schulweg üben
Eltern, die jetzt mit ihren Kindern den Schulweg üben sagt er, "Selbstständigkeit ist ganz wichtig." Man muss alles kindgerecht erklären. Man soll das Kind selbst proben lassen, aber so, dass man einschreiten kann, wenn es nicht selbst funktioniert. Er selbst fängt dabei an Stellen mit wenig Verkehr an und steigert dann die Schwierigkeit. Es ist auch wichtig das Queren einer Straße dort zu üben, wo es keine Kreuzung und keinen Zebrastreifen gibt. Auch hier ist es wichtig auf die Sichtlinie zu achten.
- Volksschule
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Die richtige Kleidung ist in der Verkehrsschulung eigentlich kein Thema, aber für Stefan Skrianz nicht irrelevant. Helle Jacken und reflektierende Materialien erhöhen die Sichtbarkeit der Kinder - und aller Fußgänger - dafür sind die Eltern verantwortlich.
In Verkehrsübungsgarten in der Fabriksgasse können Kinder bis 12 Jahre in einer sicheren Umgebung unter realen Bedingungen ihr Verhalten im Verkehr üben (Fahrrad oder Scooter mitnehmen). Er ist bis 4. Oktober täglich von 8 – 18 Uhr geöffnet.
Schulwegsicherung
Die Stadtpolizei übernahm an allen Schultagen Schulwegsicherungen an sechs neuralgischen Verkehrspunkte. Diese sind am Pfarrplatz, in der Mühlgasse, Radeztkystraße, Hildegardgasse sowie Roseggerstraße. Die Kreuzung Erzherzog Wilhelm-Ring/Mühlgasse wird von der Bundespolizei betreut.
2025 wurden 18 Volksschulklassen im Rahmen der Verkehrserziehung betreut, mit insgesamt 36 Stunden. Zusätzlich werden die Kindergartenkinder bereits spielerisch an das Thema herangeführt.
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