26.09.2014, 17:13 Uhr

2. Badener Jazztage: lustvolles Musikerlebnis auf hohem Niveau

EDITH LETTNER & AFRICAN JAZZ SPIRIT brachte Jazz, gepaart mit afrikanischen Grooves nach Baden. Die Mischung österreichischer Musiker mit Musikern aus Senegal brachte die Stimmung auf einen weiteren Höhepunkt (Foto: Foto: zVg)
Die zweite Ausgabe des Festivals brachte erstklassige Musikgruppen der verschiedensten Stilrichtungen:

Die BURGUNDY STRREET JAZZBAND mit „kompromisslosem“ New-Orleans-Jazz, interpretiert von kompetenten Musikern der Wiener Traditional-Jazz-Szene /

HORNHUB: besetzt mit vier Bläsern, Bass und Schlagzeug, also ohne Harmonieinstrument; originelle, junge und unbeschwerte Arrangements erzeugten das Klangvolumen eines Mini-Orchesters. /

Die WLADIGEROFF BROTHERS aus Sofia mit Alexander (Trompete) und Konstantin (Klavier) waren schlichtweg eine Sensation. Funkige und Latin-Grooves, mit klassischen Anklängen im Hintergrund (manchmal auch recht vordergründig) gepaart mit spontanen und humorvollen Passagen, gar nicht zu reden von den nahezu unbegrenzten spieltechnischen Fähigkeiten dieser beiden Ausnahmemusiker.

/ Den Abschluss des ersten Abends bestritt STELLA JONES & RUNNING HYBRIDS mit soullastigen Nummern aus dem Jazz- und Pop-Literatur. Das Publikum war begeistert !/

Am Samstag war die Bigband „VIENNA JAZZ ORCHESTRA“ des bekannten Schlagzeugers Fritz Ocmez zu hören: unglaubliche Präzision, mitreißende Solisten und hohen Schalldruck beeindruckten die Zuhörer./

LESZEK ZADLO, Tenorsaxofonist aus Krakau mit Wahlheimat München, er lebte in den 60erjahren in Wien und Helmut Schwarzer (Organisator der Jazztage Baden) hat ihn via Facebook „wiederentdeckt“ und wieder nach Österreich geholt. Zadlo präsentierte mit seinem „European Quartet“ soliden modernen Jazz der Extraklasse. Er beeindruckte mit kraftvollem Saxofon-Sound, herrlichen Melodielinien und einer exzellenten Rhythmusgruppe. /

EDITH LETTNER & AFRICAN JAZZ SPIRIT brachte Jazz, gepaart mit afrikanischen Grooves nach Baden. Die Mischung österreichischer Musiker mit Musikern aus Senegal brachte die Stimmung auf einen weiteren Höhepunkt.

Die STANTON BIGBAND unter der Leitung von Gerhard Wessely war für die musikalische Seite des Jazzbrunch am Sonntag verantwortlich. Bestens in Form begeisterten sie das meist in passendem Alter anwesende Publikum mit den Swing-Hits der 30er- und 40-erjahre des vorigen Jahrhunderts mit eindrucksvollen Arrangements.

Das Buffet von Martin Strasser (Weilburghof Baden) erfreute wie die Kulinarik an den beiden Abenden davor Gaumen und Magen.

Es war ein sehr erfreuliches Flashbacks müssen gut getimt sein: Pünktlich zum zweiten Festival kam nun aus Baden eine CD geflogen, mit Ausschnitten aus Konzerten der Jazztage des letzten Jahres, darunter Stücke der Formationen von Trompeter Bastian Stein und Tenorsaxofonist Nicolas Simion. Absender: Der von Pianist Helmut Schwarzer gegründete Verein Pro Jazz Austria, der u. a. im Badener Theater am Steg zu Konzerten lädt und 2013 seine Aktivitäten erstmals in Gestalt eines Festivals bündelte.
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