Nachfolge im Brauhaus Bogner gesichert

Josef Niklas, Thomas und Verena Friedl und Helmut Bogner (von links nach rechts).
  • Josef Niklas, Thomas und Verena Friedl und Helmut Bogner (von links nach rechts).
  • Foto: STS GmbH
  • hochgeladen von Barbara Ebner


Ein Pächter übernimmt das Wirtshaus. Das Brauen bleibt in der Familie.


BRAUNAU. Das Brauhaus Bogner im Braunauer Stadtteil Haselbach ist Kult. Besitzer Helmut Bogner zieht sich nun aber als Wirt zurück und verpachtet sein Brauhaus an zwei erfahrene Gastronomiekollegen aus Braunau: Thomas und Verena Friedl wechseln vom Stadtplatz nach Haselbach. Die Brauerei führt künftig Helmut Bogners Sohn Christian.

„Wie haben nach einer Lösung gesucht, bei der das, was wir uns aufgebaut haben, in ähnlicher Form weitergeführt wird“, erklärt Helmut Bogner. Seit 2007 betrieb er das Gasthaus mit angeschlossener Brauerei in Haselbach.

Bogners Sohn Christian, ein gelernter Gastronom, wird die Brauerei seines Vaters übernehmen. Geplant ist eine engere Zusammenarbeit mit den anderen Brauern der Bierregion Innviertel. „Unsere Brauanlage ist auf zehn bis elf Hektoliter Bier ausgelegt. Das macht sie besonders für das Brauen von Spezialbieren interessant“, so Bogner. Ein Standbein der nach eigenem Bekunden kleinsten Weißbierbrauerei der Welt soll künftig das Lohnbrauen sein.

Lohnbrauen für die Kollegen

Die großen Anlagen der Brauereien seien auf Nischenprodukte nicht unbedingt ausgelegt, eine Auslagerung sei daher mitunter sinnvoll. Konkrete Pläne gibt es laut Helmut Bogner bereits mit der Brauerei Ried, die künftig einen Teil ihrer Spezialbiere in Haselbach brauen könnte. Auch ein gemeinschaftlich von allen Brauern produziertes Bier – ähnlich dem „Aper“, das im „Innviertler Biermärz“ ausgeschenkt wird – könnte sich Bogner vorstellen.

Zudem soll das Bierangebot im Gasthaus weiter ausgebaut werden. „Wir haben schon jetzt um die 20 Biere auf der Karte“, sagt Thomas Friedl, der das Brauhaus nach der Renovierung am 14. März offiziell übernommen hat. Er selbst schupft die Küche, seine Frau Verena ist im Service. Unterstützt wird sie von drei Mitarbeiterinnen, die vom Stadtplatz nach Haselbach quasi mitübersiedelt sind. Die Friedls bringen nicht nur Kaffeehaus-, sondern auch Gasthauserfahrung mit: So führten sie unter anderem ein Gasthaus-Restaurant auf gut 1.200 Metern Höhe in Verenas Heimat Vorarlberg.

Für Biertrinker und Kaffeeliebhaber

„99 Prozent unserer Zutaten kommen aus dem Innviertel, das ist mir wichtig. Neben Schweinsbraten und Gulasch, die in einem Brauhaus natürlich nicht fehlen dürfen, gibt es wechselnde Mittagsgerichte und eine Abendkarte, die sich an dem orientiert, was gerade Saison hat“, so der Wirt. Aktuell gibt es eine „Innviertel-Biermärz-Karte“.

Eine Passion von Thomas Friedl ist die altösterreichische Küche, die er mit frischen Ideen zeitgemäß interpretiert. „Wir möchten das Brauhaus Schritt für Schritt in die Zukunft führen“, so der  Gastronom. Dazu gehört auch die Einrichtung einer kleinen Café-Stube, des „Kaffeewerks“. Mit dieser hofft Friedl vor allem nachmittägliche Spaziergänger anzusprechen, die mehr Lust auf Kaffee und Kuchen, als auf Bratl und Bier haben.

Bier zum Mitnehmen

Nichtsdestotrotz bleibt das Brauhaus in erster Linie ein Haus des Bieres. Mit der Mitgliedschaft bei der „Bierregion Innviertel“ ist ein guter Grundstock dafür gelegt. Im Eingangsbereich wurde ein kleiner Biershop angelegt, in dem neben den hauseigenen Suden auch Biere der anderen Bierregions-Brauereien verkauft werden. Auch im Gasthaus selbst können diese verkostet werden. In naher Zukunft könnte sich der neue Pächter auch Bierseminare im Haus vorstellen.

Erweitert wurden die Öffnungszeiten: Von Mittwoch bis Samstag ist das Brauhaus von 11 bis 24 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 22 Uhr. Montag und Dienstag sind Ruhetage.

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