Brigittenau
Erfolg bei der Drogenbekämpfung

Gemeinsamer Erfolg: Die Polizisten Ken Pretnar und Sascha Führer arbeiten eng mit dem helpU-Team von Gerhard Kanta und Doris Placho zusammen.
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  • hochgeladen von Sabine Krammer

Gezielte Aktionen von Polizei, Wiener Linien, Suchthilfe Wien und Bezirk zeigen in der Brigittenau Erfolge.

BRIGITTENAU. Sowohl in der Brigittenau als auch wienweit sind die Öffi-Haltestellen beliebte Drogenumschlagplätze. Um dem entgegenzuwirken, taten sich die Polizei, die Wiener Linien, die Suchthilfe Wien sowie der Bezirk zusammen.

Gezielte Maßnahmen und eine intensive Kooperation aller Beteiligten zeigen ihre Wirkung und brachten positive Veränderungen.

Gezielte Maßnahmen

„Die Beschwerdezahlen über Drogendelikte sind rückläufig und seit Sommer kaum mehr vorhanden“, erzählt Polizist Ken Pretnar. Um dies zu bewirken, setzte die Polizei insbesondere auf häufige Fußstreifen in den U6-Stationen. Ebenfalls regelmäßig vor Ort sind Mitarbeiter von help U, einer Einrichtung der Mobilen Sozialen Arbeit im öffentlichen Raum, die gemeinsam von den Wiener Linien und der Suchthilfe Wien betrieben wird. Durch die ständige Anwesenheit könne man beobachten, wann Konflikte entstehen, Menschen beraten und informieren sowie zwischen ihnen vermitteln, erzählt Gerhard Kanta, Leiter von help U.

Gleichzeitig gibt das help-U-Team auch anderen Stellen wichtige Inputs. So führten die Wiener Linien aufgrund der Informationen bauliche Maßnahmen und Umgestaltungen durch. Etwa brachte man Kameras in den Liften der U-Bahnstationen an. Des Weiteren erschweren neue Zäune zwischen den Gleisen und in Richtung der Donaupromenade den Drogenhandel. Eine bessere Beleuchtung bei der Promenade sowie niedrigere Sträucher reduzieren Drogenverstecke.

Höheres Sicherheitsgefühl

„Durch die verstärkte Präsenz von Polizei und help U sowie den dadurch sinkenden Aufenthalt von mutmaßlichen Suchtmittelhändlern konnte auch das subjektive Sicherheitsgefühl vor Ort gestärkt werden“, so Kanta.
Zur positiven Entwicklung trug auch die Vernetzung mit Einrichtungen zur Vermittlung Drogenkranker ins Sozial- und Gesundheitssystem bei.
„Drogenkranke und Dealer ziehen sich an. Wenn die einen wegfallen, sind auch die anderen nicht mehr interessiert“, erklärt Doris Placho von help U.
Bezirksvorsteher Hannes Derfler unterstützt die intensive Zusammenarbeit. „Die verschiedenen Dienststellen haben gemeinsam hochprofessionelle Arbeit geleistet. Nun ist es wichtig, die aktuelle Situation für die Zukunft aufrecht zu erhalten“, sagt der Brigittenau-Chef.

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