"Balkanhof statt Hauptbahnhof"
- Momentan geht man etwa sechs Minuten vom Hauptbahnhof zur U1 (rote Markierungen).
- Foto: Plan: ÖBB
- hochgeladen von Sarah Wallmann
Höfleiner Pendler kritisiert lange Wegstrecke vom Wiener Hauptbahnhof zur U-Bahn-Station.
HÖFLEIN/WIEN (sawa). "Manche nennen den Hauptbahnhof schon Balkanhof", ist Andreas Mayer (Name von der Redaktion geändert) aus Höflein unglücklich über die momentane Situation. Sein Hauptkritikpunkt: Der lange Weg vom Hauptbahnhof zur U1 (rote Markierungen im Plan): "Man geht über zehn Minuten vom Bahnsteig bis zur U-Bahn-Station. Vor allem für Frauen mit Babies, für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung ist das ein riesiges Problem", so der Pendler.
Von zehn Minuten Gehzeit weiß Wiener Linien-Pressesprecher Michael Unger nichts: "Man geht höchstens zwei Minuten bis zur U-Bahn. Wenn viele Personen vor Ort sind, kann es aber sicherlich mal länger dauern."
BEZIRKSBLÄTTER-Redakteurin Sarah Wallmann (24 Jahre, pumperlg'sund) startet auf Bahnsteig 11 des Hauptbahnhofes. Dort, wo auch der Zug von/nach Bruck/Leitha ein-/abfährt. Knapp unter sechs Minuten braucht sie von dort bis zur U-Bahn Abfahrtsstation "Südtiroler Platz". Ihr Tempo ist flott, Passanten sind ihr keine im Weg.
Und wieder zurück zum verärgerten Pendler. Seine Lösung: die Route des Busses 13A dementsprechend zu ändern, dass er direkt am Hauptbahnhof Vorplatz Süd (siehe grünes Häkchen im Plan) hält und weiter zur U-Bahn-Station fährt. "Man müsste nur die Haltestelle und den Fahrplan etwas ändern. Der Platz wäre ja da", ist Mayer, der fast täglich zwischen Höflein und Wien pendelt, überzeugt. Und was sagen die Wiener Linien, die für die Routenführung des 13A zuständig sind, dazu? "Mehr Anbindung als jetzt geht momentan nicht", so Unger. Aus diesem Grund komme auch keine geänderte Routenführung in Frage. Aber: "Wenn der Hauptbahnhof fertig ist, wird es sicherlich noch einfacher."
Das ist Mayer zu spät. Sollte sich nicht bald etwas ändern, wird er als letzte Konsequenz statt mit dem Zug mit dem Auto nach Wien fahren: "Viele machen das jetzt schon", weiß Mayer laut eigener Angabe aus Gesprächen mit anderen aus dem Bezirk.
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