Verkehr
Hainburg: "Ein Verkehrskonzept muss her!"
- Michael Zischka vom KfV: "17.000 Kfz täglich!"
- Foto: © bme
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HAINBURG/D. Am Abend des 28. Februar war der Saal der Arbeiterkammer bis zum Bersten mit interessierten Bürgern gefüllt, die teilweise keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten. Der Grund: Die Stadtgemeinde lud zur Informationsveranstaltung zum Thema "Verkehr in Hainburg". Michael Zischka, Verkehrsexperte des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), präsentierte die aktuelle Studie basierend auf Erhebungen, die im gesamten Ortsgebiet Hainburgs im vergangenen Jahr durchgeführt wurden.
17.000 Kfz täglich
Eingangs der Studienpräsentation hebt Michael Zischka die "Besonderheit" Hainburgs hervor: "Hainburg ist eine Stadt, durch deren Zentrum und Altstadt eine Bundesstraße führt. Zusätzlich ist sie mit zwei Nadelöhren, dem Wiener Tor und Ungartor ausgestattet, was gleichzeitig wieder einen Teil der Kfz-Lenker dazu verleitet über die Donaulände oder die Carnuntumstraße auszuweichen. Täglich passieren 17.000 Kraftfahrzeuge die westliche Einfahrt beim Kreisverkehr an der Landstraße, rund 11.000 sind es an der östlichen Einfahrt, 15.000 Kfz passieren täglich das Ungartor. An der Donaulände werden hingegen 1.400 tägliche Kfz-Bewegungen registriert. Dadurch ist an der Donaulände bereits mehr Leben als in der Innenstadt, durch die ja die B9 führt."
Konflikte entschärfen
Bei dieser Menge an Verkehrsteilnehmern sind Konflikte vorprogrammiert, wie Zischka ausführt. "Streitpunkte gibt es zwischen Kfz-Lenkern und Fußgängern genauso wie mit Radfahrern oder Dauerparkern in Parkverbotszonen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass wir erstaunliche Szenen miterlebt haben. So telefonierte eine Mutter, deren Kinder hinter einem rückwärts fahrenden Kfz von diesem nicht mal annähernd wahrgenommen werden konnten." Eine Generallösung ist derzeit nicht in Sicht. Erste Überlegung ist eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung im Stadtgebiet zwischen den beiden Toren von 30 km/h.
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