Fast 1.000 Jahre Geschichte
Schloss Prugg erhält 275.000 Euro für die nächste Sanierungsetappe
- Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Schlossherr Ernst-Heinrich Harrach bei einem Rundgang durch das Museum Schloss Prugg.
- Foto: NLK Filzwieser
- hochgeladen von Lukas Triebelnig
Fast 1.000 Jahre Geschichte, ein mittelalterlicher Turm und prachtvolle Schlossräume: Schloss Prugg in Bruck an der Leitha wird weiter saniert und für die Zukunft bewahrt.
BRUCK AN DER LEITHA. Wo einst eine Grenzburg gegen Angriffe schützte, steht heute eines der bedeutendsten Schlossjuwele Niederösterreichs: Schloss Prugg blickt auf fast 1.000 Jahre Geschichte zurück. Damit diese Geschichte auch für kommende Generationen erhalten bleibt, unterstützt das Land Niederösterreich die nächste Sanierungsetappe mit 275.000 Euro.
Von der Grenzburg zum Schlossjuwel
Die Geschichte von Schloss Prugg reicht fast 1.000 Jahre zurück. Ursprünglich als Schutzburg gegen einfallende Ungarn errichtet, spielte die Anlage an der strategisch wichtigen Leitha eine bedeutende Rolle. Die erstmals 1242 urkundlich erwähnte Wasserburg überstand zahlreiche Angriffe und blieb lange ein wichtiger Grenzposten.
Im 16. Jahrhundert kam Schloss Prugg in den Besitz der Familie Harrach, in welchem es sich bis heute befindet. Unter Aloys Thomas Raimund von Harrach wurde die Burg Anfang des 18. Jahrhunderts durch den Barockbaumeister Johann Lukas von Hildebrandt zu einem prachtvollen Schloss umgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt die Anlage ihr heutiges neugotisches Erscheinungsbild im Tudorstil.
Dritte Sanierungswelle
„Mit der Sanierung von Schloss Prugg wird ein bedeutendes Kulturdenkmal für kommende Generationen bewahrt und zugleich für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht“, betont Mikl-Leitner.
Bereits im Mai 2026 wurden neun historische Räume im ersten Obergeschoss als Dauerausstellung eröffnet. Sie geben Einblicke in die Geschichte des Schlosses, des Parks, der Familie Harrach und der gesamten Region. Künftig sollen auch wechselnde Sonderausstellungen das Angebot erweitern.
Parallel dazu laufen weitere Erhaltungsarbeiten an der historischen Bausubstanz. Der mittelalterliche Heidenturm wird saniert, die Zugangsmauer sowie das beschädigte Tor zum Schlossareal werden restauriert. Auch das Ostdach des Ahnensaales wurde bereits neu gedeckt.
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