An der Schanze
Neuer Baustelleneingang sorgt für Lärm und Schutt am Drygalskiweg
- Ein neuer Baustelleneingang am Drygalskiweg sorgt bei Anrainerinnen und Anrainern für Frust.
- Foto: Michael Marbacher/MeinBezirk
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Am Drygalskiweg ist vor einigen Monaten ein neuer Baustelleneingang zum Stadtquartier An der Schanze entstanden. Anrainerinnen und Anrainer seien davon nicht informiert worden. Staub und Lärmbelastung waren die Folge des neuen Zugangs.
WIEN/FLORIDSDORF/DONAUSTADT. "Der normale Baustellenschutt. Mit dem leben wir eh schon seit zwei Jahren", meint Herr Kölbel beim Anblick der Baustelle für das neue Stadtquartier An der Schanze an der Bezirksgrenze zwischen Floridsdorf und der Donaustadt. "Aber jetzt ist echt der Gipfel erreicht!", fügt Frau Göttlicher hinzu.
Die beiden wohnen am Drygalskiweg, direkt neben der 60 Hektar großen Baustelle. Vor einigen Wochen wurde in der Straße ein weiterer Zugang zum Baugebiet hergestellt. Die Folge: Täglich fahren hier Lkws zu und ab, Bauschutt und Staub von der Baustelle werden am Drygalskiweg verteilt und regelmäßig dringt der Lärm der lauten Fahrzeuge in die Häuser der Anrainerinnen und Anrainer.
Lkw-Straße
"Es fahren um die 100, 150 Lkw vorbei – täglich. Das hält man nicht aus", beschwert sich Göttlicher. Ihr straßenseitiges Schlafzimmer sei unbewohnbar geworden, da der Lärm der Fahrzeuge zu laut geworden sei. Die ersten Fahrzeuge würden bereits um 5.30 Uhr durch den Weg fahren.
- Frau Göttlicher und Herr Kölbl wohnen am Drygalskiweg und sind unzufrieden mit der Lage.
- Foto: Michael Marbacher/MeinBezirk
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Die Einbahn des Drygalskiweges und der angrenzenden Siebeckstraße hat sich laut Kölbel und Göttlicher in den vergangenen Tagen zu einer Staub- und Matschstraße verwandelt. Fahrzeuge, die zur Baustelle zu- und wieder abfahren, würden auf den Straßen Bauschutt verteilen.
Reinigungswagen hilft nicht
"Zur allgemeinen Beruhigung hat man einen Reinigungswagen beauftragt, die Strecke abzufahren und mit Wasser zu säubern", erzählt Kölbel. Allerdings mit wenig Erfolg. "Man gewinnt den Eindruck, dass der Schmutz nur verteilt, aber nicht beseitigt wird", erzählt er weiter. Zu Zeiten bilden sich hinter den Fahrzeugen sogar Staubwolken, wenn sie die Baustelle verlassen, wie Videos der Anrainerin zeigen.
Der neue Zugang wurde erst vor einigen Wochen hergestellt. Laut den beiden Anrainern geschah das, ohne die Anrainerinnen und Anrainer zu informieren. Der Haupteingang zur Baustelle befindet sich an der Ecke An der Schanze/Dückegasse. Warum die Fahrzeuge nicht einfach diesen benutzen? "Na ja, weil es bequemer ist, bei uns zu fahren", denkt Göttlicher.
Lärmbelastung bis Juli
Sowohl das Bezirksamt für den 21. als auch jenes für den 22. Bezirk haben sich bereits mit dem Problem befasst und neben der Straßenreinigung für verkehrstechnische Maßnahmen gesorgt. Betonleitwände schützen nun die Bordsteinkanten an der Ecke Drygalskiweg/Siebeckstraße. Diese wurden von den Baufahrzeugen in Mitleidenschaft gezogen.
- Ein Waschfahrzeug fährt regelmäßig über den Drygalskiweg. Helfen würde es der Staubsituation in der Straße laut Anrainerinnen und Anrainern nicht.
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Laut Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy (SPÖ), ist der Bezirk von der Baustellenänderung nicht informiert worden. Man wolle sich des Problems aber weiter annehmen und die Situation genauer unter die Lupe nehmen.
Baustellenleiter Martin Höbart erklärt, dass die neue Baustelleneinfahrt aufgrund von Straßenarbeiten im Baugebiet bis Mitte Juli benötigt werde. Die Maßnahmen seien im Voraus mit den zuständigen Magistratsabteilungen abgesprochen worden. "Ein reduzierter Baustellenverkehr durch die in diesem Bereich befindlichen Bauplätze wird bis zur Fertigstellung dieser auch danach erfolgen und lässt sich nicht zur Gänze vermeiden", heißt es weiter.
Der Baustellenzugang am Drygalskiweg sei ausschließlich als zweite Ausfahrt der Baufahrzeuge gedacht. Die Einfahrt bleibe in der Dückegasse. Bei einem Lokalaugenschein wurde der Drygalskiweg dennoch als Zufahrt benutzt.
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