Ollersdorfer Student will zum Mars fliegen

Bernhard Ivancsics möchte ein Außerirdischer werden.
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Die E-Mail, die Bernhard Ivancsics am Silvestertag bekommen hat, könnte möglicherweise sein ganzes Leben verändern. An diesem Tag hat ihm nämlich die Medienagentur "Mars One" mitgeteilt, dass er in die engere Wahl für die erste bemannte Mars-Mission der Menschheitsgeschichte aufgenommen wurde.

Nur noch 1.058 Bewerber in engerer Wahl
Was auf den ersten Blick wie ein Scherz klingt, ist für den 25-jährigen Ollersdorfer Studenten völlig real. So wie 202.000 andere Personen weltweit hat er sich für die Teilnahme an der Mars-Mission im Jahr 2024 beworben. Zum Jahresende 2013 wurde die Zahl der Aspiranten auf 1.058 reduziert, unter ihnen vier Österreicher.

Pioniergeist
"Es wäre das größte Abenteuer der Menschheit. Und es wäre einzigartig, hier dabeizusein", erklärt Ivancsics seine Motivation. Bei ihm verbinden sich Forscherdrang, Pioniergeist und Interesse an der Raumfahrt.

Auch wenn viele Menschen in seinem Umfeld die Kandidatur noch nicht so richtig ernst nehmen: "Meine Familie glaubt eh nicht dran, dass ich ausgewählt werde. Auch für viele meiner Freunde ist es einstweilen nur ein großer Spaß."

Technisches Studium
Dabei bringt Ivancsics gute Voraussetzungen mit. Neben seiner robusten körperlichen Verfassung ist es vor allem sein technisches Wissen, das er sich beim Studium der Mechatronik und Robotik angeeignet hat.

Reise ohne Wiederkehr
Was allen Bewerbern klar ist: Der Mars-Flug wäre aufgrund des hohen Risikos einer Sonnenverstrahlung nicht nur lebensgefährlich. Es wäre auch eine Reise ohne Wiederkehr. Denn ein Rückflug zur Erde ist unmöglich. "Aber solange ich nicht überzeugt bin, dass es über lange Zeit möglich wäre dort zu leben, würde ich nicht in eine Rakete steigen", erklärt Ivancsics.

Besiedlung
"Es ist das Ziel von Mars One, den Planeten zu besiedeln und eine Kolonie aufzubauen, die auf dem Mars eigenständig lebt. Durch Neuankömmlinge soll diese Kolonie jedes Jahr weiterwachsen", erläutert Ivancsics.

Harte Auswahlrunden
Wer im Jahr 2024 die ersten auserwählten Pioniere sein werden, entscheidet sich im Jahr 2015. Auf die 1.058 verbliebenen Kandidaten warten bis dahin drei weitere Auswahlrunden, in denen medizinische, physische und emotionale Fähigkeiten auf harte Proben gestellt werden.

TV-Spektakel
Nach der letzten Runde bleiben dann 20 Kandidaten übrig, die sich in einer mehrjährigen Ausbildung auf ihre Reise ohne Wiederkehr vorbereiten werden. Begleitet wird das Projekt von einem niederländischen TV-Sender, der das Spektakel als Casting-Show weltweit vermarkten wird. Aus den TV-Lizenzeinnahmen soll das ganze Projekt finanziert werden.

"Auf der Erde wird das Leben immer enger. Nachdem die Mars-Mission technisch bereits möglich ist, sollte die Menschheit jetzt mit den Vorbereitungen beginnen", ist Ivancsics überzeugt.

Bernhard Ivancsics möchte ein Außerirdischer werden.
Mit Robotern hat Bernhard Ivancsics praktisch jeden Tag zu tun - bald vielleicht auch mit der Raumfahrt?
Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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