Ende der Aktion 20.000 – Auswirkungen für Eisenstadt

Walter Pinter: „Das Ende der Aktion ist individuell für Einzelne schade.“
  • Walter Pinter: „Das Ende der Aktion ist individuell für Einzelne schade.“
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  • hochgeladen von Hannes Gsellmann

Die Aktion 20.000 hat das Ziel, 20.000 neue Jobs für Langzeitarbeitslose über 50 Jahren bei Gemeinden und gemeindenahen Betrieben, bei gemeinnützigen Organisationen oder im öffentlichen Dienst zu schaffen. Der Staat kann "bis zu 100 Prozent" der Lohn- und Lohnnebenkosten fördern, bis Mitte 2019 wurden dafür 778 Millionen Euro reserviert. Zu Jahresbeginn 2018 sollte der Vollausbau starten – Türkis Blau hat das beschlossene Förderprogramm gestoppt.

Was sagen Sie zur vorzeitigen Einstellung dieser Aktion?
Walter Pinter: Das ist individuell für Einzelne schade. Im großen und ganzen halte ich die Aktion aus meiner Sicht von der Dimension zu groß angesetzt – für zu lange und für zu viele Förderfälle. Für einzelne Personen, die sonst nicht am Arbeitsmarkt unterzubringen sind, ist es natürlich schade.

Was hätte diese Aktion für die älteren Langzeitarbeitslosen im Bezirk gebracht?
Ich denke, im ersten Quartal 2018 hätte sich etwas bewegt, dann wäre es stark verflacht. Ich schätze, im Jänner hätte es rund 30 Arbeitsplätze im Bezirk gebracht.

Hat es bereits Anmeldungen für diese Aktion gegeben?
Um den Jahreswechsel waren es um die 20 bis 25 offene Stellen, dazu rund 15 ganz konkrete Anfragen, wo bereits Arbeitgeber und Arbeitnehmer vorhanden waren.

Wurden dafür bereits Förderungen zugesagt?
Die Förderzusagen, die bereits 2017 vereinbart wurden, werden durchgezogen. Das ist ein Selbstverständnis für das AMS.

Wie entwickelte sich der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr bei Älteren allgemein?
Bei den Älteren über 50 Jahre blieb die Arbeitslosigkeit mit durchschnittlich 608 Personen nahezu unverändert. Positiv ist nur, dass die Zahl der älteren Arbeitsuchenden nicht wie in den vergangen Jahren weiter deutlich gestiegen ist, das Wirtschaftswachstum ist aber bei dieser Gruppe von arbeitsuchenden Menschen noch nicht voll angekommen. Für einzelne Arbeitsuchende aus dieser Gruppe ist daher die Sistierung der Aktion 20.000 durchaus ein arbeitsmarktpolitischer Nachteil.

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