Falsche Einstufung kostete Angestellte 860 Euro pro Monat

Beeindruckende Zahlen der AK-Rechtsschutzabteilung
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  • Foto: AK Burgenland
  • hochgeladen von Christian Uchann

EISENSTADT. Eine 55-jährige Nordburgenländerin arbeitete acht Jahre als Angestellte in einem Metallbetrieb. Nachdem sie die Firma verließ, wandte sie sich an die Rechtsschutzabteilung der Arbeiterkammer. Diese stellte fest, dass der Frau keine Vordienstzeiten angerechnet wurden. Auch die Einstufung erfolgte in einer zu niedrigen Verwendungsgruppe. Bei der Überprüfung ihrer Bezüge kam heraus, dass sie Monat für Monat um 860 Euro zu wenig bekommen hatte. Auf acht Jahre hochgerechnet wurden damit der Frau 80.000 Euro vorenthalten.
Aufgrund der Verjährungs- und der kurzen Verfallsfrist war der Großteil dieses Betrags nicht mehr einbringbar. Letztlich erhielt die Angestellte auf Intervention der AK eine Nachzahlung von 14.128 Euro.

Arbeitsrecht: 830 Interventionen

Einer von vielen Fällen, mit denen sich die AK-Rechtsschutzabteilung im vergangenen Jahr beschäftigten musste. Insgesamt waren es 830 Interventionen im Bereich des Arbeitsrechts.
„Viele Beschäftigte im aufrechten Arbeitsverhältnis sind ängstlich und zögern, wenn es darum geht, ihre Rechte durchzusetzen. Aus diesem Grund betreffen 95 Prozent aller arbeitsrechtlichen Interventionen jene Fälle, in denen das Arbeitsverhältnis bereits beendet wurde“, sagt Doris Graser-Kern, Leiterin des AK-Arbeitsrechts.

17 Millionen Euro erstritten

Insgesamt konnten 2,2 Millionen Euro an vorenthaltenen Löhnen und Gehältern erstritten werden. Auch im Sozialrecht waren die AK-Rechtsexperten erfolgreich. So konnten 2017 Ansprüche im Ausmaß von 9 Millionen Euro sichergestellt werden. Und im Bereich des Insolvenzrechts wurden im vergangenen Jahr für 743 Arbeitnehmer offene Forderungen in der Höhe von 5,8 Millionen Euro hereingebracht.

„Starke Arbeiterkammer“

AK-Präsident Gerhard Michalitsch: „Diese Rechtsschutzzahlen belegen, dass die Arbeitnehmer eine starke Arbeiterkammer brauchen, die ihnen im Fall des Falles mit Rat und Tat zur Seite steht.“

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