15.11.2016, 15:06 Uhr

Projekt Carsharing in Siegendorf zieht erste Bilanz

Wolfgang Wallner, Referat für Dorferneuerung, Referatsleiter; Rainer Porics, Bgm. Siegendorf; LR Verena Dunst; Ing. Thomas Torda, Geschäftsführer Energie Burgenland Wärme und Service

Torda: „Ich bin davon überzeugt: E-Mobilität wird sich durchsetzten!“

SIEGENDORF. Im Juni dieses Jahres wurde das E-Carsharing-Projekt in Siegendorf offiziell vorgestellt. Das Projekt ist simpel: den Gemeindebürgern steht ein Elektroauto zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Eine Stunde im E-Auto kostet 3,60 Euro, ein Mindestumsatz von vier Stunden pro Monat wird erwartet.

Torda: „Sind noch in der Anlaufphase“

Ein Projekt mit möglicherweise großer Zukunft. Davon sprechen die Beteiligten bei einer ersten Evaluierung des Projekts der „Mobilität mit reinem Gewissen“. Energie Burgenland-GF Thomas Torda, der vom Aufstieg der E-Mobilität überzeugt ist, über das Projekt: „Mit Unterstützung der Dorferneuerung errichtet die Gemeinde die Ladesäule. Das Auto wird von der Energie Burgenland zur Verfügung gestellt.“ Bisher wurden in fünf Pilotgemeinden 1.000 Fahrten mit 10.000 Kilometern zurückgelegt – ein großer Teil davon in Siegendorf. „Wir sind jedoch noch in der Anlaufphase – das wird mehr werden!“, so Torda, der den sauberen Windstrom auf die Straße bringen will.

Soziale Komponente

Auch LR Verena Dunst ist vom Projekt angetan: „Es ist einerseits ein Schritt in die Zukunft, aber auch ein Schritt zu mehr Mobilität für die Menschen am Land.“ Die Landesrätin lässt aber auch die soziale Komponente nicht unerwähnt: „Für diesen Preis kann man kein eigenes Auto erhalten!“
Das Projekt wird mit Mitteln der Dorferneuerung zu 50 Prozent gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 11.000 Euro. Die Gemeinde Siegendorf lobte Dunst als Umsetzer- und Innovationsgemeinde. „Siegendorf ist eine Gemeinde, die die nächsten Schritte geht, die sich etwas traut!“

Berührungsängste

Ortschef Rainer Porics sieht derzeit noch eine gewisse Vorsicht der Bevölkerung bei der Nutzung: „Es ist jedoch so, dass Personen, die zweimal gefahren sind, immer wieder auf das Service zurückgreifen.“ Verbesserungspotenzial sieht der Bürgermeister noch in der Reichweiter der Fahrzeuge. „Wenn die Berührungsängste der Bevölkerung weichen, sind auf Sicht jedoch auch eine zweite oder dritte Ladestation in der Gemeinde denkbar“, endet Porics.
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