05.02.2018, 08:29 Uhr

Grünen-Chefin Petrik: „Wir müssen vieles neu aufbauen“

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Grüner Neustart: Regina Petrik und Anita Malli (Foto: Grüne)

Burgenlands Grüne kämpfen mit finanziellen Einschnitten und arbeiten an einen Neustart.

EISENSTADT. Das Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat hat auch Auswirkungen für die Partei im Burgenland. „Es wird starke finanzielle Einschnitte geben“, so Landesgeschäftsführerin Anita Malli.

Auszug aus dem Büro

Die erste Konsequenz: Ende Juni ziehen die Grünen aus ihrem Landesbüro in der Eisenstädter Fußgängerzone aus. „Mit Jahresbeginn wurden auch die Personalkosten zurückgeschraubt“, so Malli.

„Es wird die eine oder andere Sitzung am Küchentisch stattfinden.“

In Zukunft werden Burgenlands Grüne ihr kleines Büro im Landhaus nutzen und auf sonstige externe Räumlichkeiten ausweichen. „Es wird die eine oder andere Sitzung am Küchentisch stattfinden oder in einem Kaffeehaus. Wir werden ein bisschen zusammenrücken müssen“, sagt Landessprecherin Regina Petrik.

Hoffen auf Spenden

Nun hoffen die Grünen auf Unterstützung aus der Bevölkerung. „Es gibt sehr viele Menschen, die starkes Interesse an einer grünen Bewegung haben. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass es finanzielle Unterstützung oder Sachspenden geben wird“, meint Landesgeschäftsführerin Malli.
Für Petrik, die sich für die Landtagswahl 2020 wieder als Spitzenkandidatin bewerben will, befinden sich die Grünen jetzt in einer „Pioniersituation.“ „Wir müssen vieles neu aufbauen und neu starten. Da werden sich auch neue Ideen entwickeln.“

Jahr des Dialogs

2018 soll zum Jahr des „intensiven Dialogs“ werden. „Vor uns liegt ein Jahr der Öffnung in Richtung Zivilgesellschaft. Wir werden Menschen, die bis jetzt noch kein Naheverhältnis zu den Grünen hatten, zum Dialog einladen“, kündigt Petrik an.

„Wir müssen eine aktuelle und vor allem verständliche grüne Erzählung entwickeln.“

Die Schwerpunktthemen wie „Umweltschutz, das Engagement für eine solidarische Gesellschaft oder der Kampf gegen antidemokratische Wirtschaftssysteme“ werden sich nicht ändern. „Was sich ändern muss, ist die Art und Weise, diese Themen zu kommunizieren. Wir müssen eine aktuelle und vor allem verständliche grüne Erzählung entwickeln“, so Petrik.

Kommentar von Chefredakteur Christian Uchann
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