12.09.2016, 12:29 Uhr

Volkspartei Burgenland startet Südburgenland-Kongress

„Wir beschäftigen uns seriös mit den Themen des Südburgenlandes, wir sind die starke Alternative. Daher laden wir zu einem Südburgenland-Kongress ein. Damit unterstützen wir die Südburgenländer und stärken die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf“, betont ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner gemeinsam mit Klubobmann Christian Sagartz und den Bezirksparteiobleuten des Südburgenlandes.


Das Südburgenland ist gegenüber anderen Landesteilen benachteiligt. „Die Menschen in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf verdienen es, dass sich die Politik mehr anstrengt und mehr Einsatz zeigt. Um die Unterschiede und Nachteile für das Südburgenland auszugleichen, sammelt die ÖVP Ideen und Projekte“, so Thomas Steiner. Unter dem Titel „Südburgenland-Kongress“ hat der ÖVP-Landesparteiobmann daher eine umfassende Ideensammlung ins Leben gerufen. Das Ergebnis sollen konkrete Forderungen an die rot-blaue Landesregierung sein, die im Burgenländischen Landtag umgesetzt werden sollen.

„Wir sammeln starke Ideen für eine starke Region. Da geht es um leistungsstarkes und schnelles Internet bis in die kleinste Ortschaft, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Rot-Blau darf sich nicht wegducken, während das Südburgenland immer stärker von Abwanderung betroffen ist“, unterstreicht Thomas Steiner.

Sagartz: „Gegen die Abwanderung ankämpfen“


„Das Südburgenland hat viele Qualitäten. Dennoch haben die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf mit Problemen und Nachteilen zu kämpfen“, sagt Klubobmann Christian Sagartz: „Es gibt zu wenig Arbeitsplätze, schlechte Verkehrsanbindungen und langsames Internet. Das führt zu Abwanderung und dagegen müssen wir etwas tun.“

„Beim Südburgenland-Kongress sammeln wir Ideen und schauen uns Projekte vor Ort an. Denn die Menschen im Südburgenland wissen am besten, wie der Aufschwung in dieser Region zu schaffen ist. Die Südburgenländer verdienen es, dass sich die Politik mehr anstrengt. Mit kreativen Ideen wollen wir Betriebe unterstützen, die Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze schaffen. Denn wir sind die starke Alternative zu der untätigen rot-blauen Landesregierung!“, so Sagartz.

Um Arbeitsplätze zu schaffen, müssten heimische Unternehmen unterstützt werden, anstatt ihnen Prügel vor die Beine zu werfen. Die ÖVP setzt sich deshalb für eine starke Wirtschaft und für einen Bürokratieabbau ein. „Nur wenn wir die Wirtschaft unterstützen, werden Arbeitsplätze für die Burgenländer geschaffen“, betont der ÖVP-Klubobmann und verspricht: „Mit dem Südburgenland-Kongress setzen wir einen wichtigen Akzent für ein starkes Südburgenland.“

Als Gastreferenten für die Auftaktveranstaltung konnten wir den Regionalentwickler Univ.Prof. DI Dr. Friedrich Zibuschka gewinnen. Zibuschka war bis zu seiner Pensionierung als Leiter der Gruppe Raumordnung, Umwelt und Verkehr im Amt der NÖ Landesregierung tätig. Als oberster Verkehrsplaner war er zudem jahrelang für die Umsetzung bedeutender Verkehrsprojekte in Niederösterreich verantwortlich. Neben seiner Vortragstätigkeit am Institut für Verkehrswege (BOKU) arbeitet er am Projekt „Airport City“ des Flughafens Wien-Schwechat mit, wo er sich vor allem mit der Raumplanung und der Einbindung von Anrainergemeinden beschäftigt.


Resetar: „Rot-Blau muss die Breitband-Milliarde als Chance nutzen“


In der flächendeckenden Versorgung mit Breitband-Internet sieht LAbg. Michaela Resetar eine große Chance für das Südburgenland. „Es ist ein immenser Wettbewerbsnachteil, noch immer haben zahlreiche Häuser im Landessüden keinen Zugang zu schnellem Internet. Wenn wir schon weiter weg vom Zentrum leben, müssen wir Wege finden, die uns schneller und flexibler machen. Mit einer schnellen Internetversorgung haben wir mehr Chancen, Arbeit zu halten und zu schaffen. Darüber hinaus haben unsere Kinder die gleichen Voraussetzungen verdient, wie Kinder im urbanen Raum“, betont Resetar.

Bis 2020 verspricht das Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie schnelles Internet mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde flächendeckend in ganz Österreich bereitzustellen. Eine Milliarde steht für den Ausbau zur Verfügung. „Um eine wirkliche Verbesserung für die Menschen im Südburgenland zu erreichen, muss der Ausbau mittels Glasfaserkabel erfolgen. Kleine Funklösungen helfen nur kurzfristig weiter“, mahnt Resetar. Das Land sei gefordert, Druck beim SPÖ-Infrastrukturminister zu machen, um die beste und nachhaltigste Lösung für das Südburgenland erreichen.


Temmel: „Erneuerbare Energie nach Güssinger Vorbild vorantreiben“


Regionalität stärker als Chance für das Burgenland begreifen und den Selbstversorgungsgrad erhöhen – das sind Agrarsprecher Walter Temmel zwei wichtige Anliegen. „Unter der rot-blauen Landesregierung hat Regionalität und Landwirtschaft leider keinen hohen Stellenwert“, erinnert Temmel daran, dass im Regierungsübereinkommen kein einziger Satz zur Landwirtschaft zu finden ist. „Rot-Blau hat in punkto Weiterentwicklung der Landwirtschaft viel Zeit verloren. Leider wurden mehrere ÖVP-Anträge zur Unterstützung der Landwirte genauso niedergestimmt wie konkrete Initiativen zur Lebensmittelsicherheit. Die Blockade durch das Land gefährdet die nachhaltige Entwicklung unserer fleißigen südburgenländischen Bauern!“, betont Temmel.

Aber auch in anderen Bereichen attestiert der ÖVP-Agrarsprecher der rot-blauen Landesregierung Unglaubwürdigkeit: „Anstatt durchdachte Zukunftsprojekte zu forcieren, setzt Rot-Blau auf Scheck-Verteilaktionen.“ Dabei kann gerade Güssing als Vorbild für ein durchdachtes Zukunftsprojekt fungieren. Seit Jahrzehnten gilt die Bezirkshauptstadt als Energiemodellregion. Als Obmann des ökoEnergielandes wünscht sich Temmel eine Forcierung der erneuerbaren Energie nach Güssinger Vorbild und mehr Unterstützung seitens des Landes. „Das Beispiel Güssing muss gerade nach dem Pariser Abkommen weiter forciert werden. Denn erneuerbare Energieträger sichern nicht nur die Versorgung, sondern stärken auch die Wertschöpfung des ländlichen Raumes“, so Temmel.

Hirczy: „Rot-Blau pfeift auf die südburgenländischen Pendler“


Ausnahmslos alle Bahnausbau-Versprechen der vergangenen Jahrzehnte wurden gebrochen und auch am Baugrund der S7 rollen noch immer keine Bagger. Als Ergebnis dieser Politik hinkt der Süden dem Norden in Sachen Verkehrsanbindung ordentlich hinterher. „Zahlreiche Betriebsansiedlungen in den südlichen Bezirken sind in den vergangenen Jahren an fehlender Verkehrsinfrastruktur gescheitert. Das Brechen von Versprechen muss ein Ende haben. Jede weitere Verzögerung bringt weitere Nachteile für Wirtschaft und Tourismus im Südburgenland“, sagt LAbg. Bernhard Hirczy.

Nießl habe die Chance vertan, den Entwicklungsrückstand des Südens mit großzügiger Unterstützung auszugleichen. „Der Ball liegt bei ihm“, sagt Hirczy, für den die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Szentgotthard und Graz allerhöchste Priorität hat. „Ohne Anbindung an die Ballungszenten oder das hochrangige Infrastrukturnetz wird es keine wirtschaftliche Entwicklung geben. Wir fordern einen Schulterschluss mit anderen Ländern und ein rasches Umsetzen längst versprochener Ankündigungen. Nur so können sich bestehende Betriebe besser entwickeln und neue Wirtschaftstreibende und Touristen in die Region gelockt werden“, sagt Hirczy.

„Solange es kein ernsthaftes Bemühen des Landes gibt, gibt es auch keine Chance für den Businesspark in Heiligenkreuz. Dieser könnte ein Impulsgeber für eine Region sein. Mit einem guten Leitbild – wie es andere Länder wie Salzburg oder Niederösterreich vorleben – kann man Regionen entwickeln!“

Die Termine auf einen Blick:
* Auftaktveranstaltung zum Südburgenland-Kongress: Mittwoch, 28. September, 19 Uhr
* Bezirksveranstaltung Güssing: Dienstag, 8. November 2016, 19 Uhr
* Bezirksveranstaltung Oberwart: Montag, 14. November 2016, 19 Uhr
* Bezirksveranstaltung Jennersdorf: Donnerstag, 24. November 2016, 19 Uhr
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