15.06.2016, 16:47 Uhr

Dunst mit Milchpreisgipfel unzufrieden

LR Verena Dunst: „Wir müssen weg von der Rohmlich und hin zur Veredelung des Produktes Milch.“ (Foto: Egger)

„Zahlungen sind eine Notmaßnahme, aber keine Antwort auf das Überangebot“

Aufgrund der europaweiten Milchüberproduktion sind die Preise im Keller, viele Bauern haben Existenzsorgen. Mit den Resultaten des Milch-Gipfels in Wien ist LR Dunst nicht zufrieden.

„Vermisse langfristige Strategien“

„Ich anerkenne voll und ganz die Bemühungen, den Milchbauern kurzfristig finanziell unter die Arme zu greifen. Sie sind teilweise ernsthaft in ihrer Existenz bedroht und hier ist rasche Hilfe geboten,“ zeigt sich LR Verena Dunst zwar mit der Grundidee des Milchdialogs 2016 zufrieden, sieht aber in der Art der Umsetzung ein grundlegendes Problem.
Dunst vermisst sinnvolle Strategien, die heimischen Milchbauern langfristig eine Existenz ermöglicht.

Weg von der Rohmilch hin zur Veredelung

„Unterstützungszahlungen sind eine Notmaßnahme, aber keine Antwort auf das Überangebot an Milch”, so Dunst, die im Interesse der heimischen Milchwirtschaft in Produktnischen und innovative Milchprodukte ausweichen will. Konkret denkt Dunst dabei an lokale Käsesorten oder moderne Michlgetränke. „Wir müssen weg von der Rohmlich und hin zur Veredelung des Produktes Milch“, fordert die Agrarlandesrätin.

Innovation, Kreativität, Regionalität

Dunst will auch Start-Ups fördern, die sich mit dieser Problematik beschäftigen.
„Bei dieser europaweiten Krise der Milchwirtschaft müsse man mittel- und längerfristig auf Innovation, kreative Ideen und regionale Nischenprodukte setzen“, ist Dunst überzeugt.
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