10. Oktober
Feldkirchner Abwehrkämpferbund gedenkt an damals

Christine Weissmann

10. Oktober: Der Kärntner Abwehrkämpferbund hat im Bezirk Feldkirchen 176 Mitglieder.

BEZIRK FELDKIRCHEN. Zum hundertsten Mal jährt sich am Samstag die Kärntner Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920. Es war das Ende des Kärntner Freiheitskampfes. Alleine aus dem Bezirk Feldkirchen waren damals 297 Abwehrkämpfer im Einsatz. Fünf Kameraden ließen ihr Leben für ihre Kärntner Heimat: Rudolf Groß (Feldkirchen), Johann Rieder (Feldkirchen), Karl Schurian (Waiern-Feldkirchen), Georg Tronegger (Tiffen), Franz Grabner (Ebene Reichenau).

Im Jahre 1962 wurde die Bezirks-und Ortsgruppe Feldkirchen des Kärntner Abwehrkämpferbundes durch August Malle mit 31 Mitgiedern gegründet. Heute hat die Feldkirchner Bezirksgruppe 176 Mitglieder, die sich für das Erhalten der Geschichte und Tradition einsetzen. Auch dieses Jahr wird es am 9. Oktober trotz Corona Feierlichkeiten geben. "Im kleinen Rahmen natürlich", sagt Christine Weissmann. Sie ist seit 2018 die Obfrau der Feldkirchner Bezirksgruppe und damit auch die erste weibliche Funktionärin in ganz Kärnten. "Wir marschieren wie jedes Jahr vom Hauptplatz über die Kirchgasse bis zum Friedhof. Dort wird ein Kranz niedergelegt." 

Pflege des Brauchtums

Zu den Vereinsaktivitäten zählt in erster Linie die Teilnahme an verschiedenen Gedenkfeierlichkeiten, Jubiläumsfeierlichkeiten anderer Ortsgruppen, runder Geburtstager der Mitglieder oder Begräbnisse. "Die Brauchtumspflege ist uns sehr wichtig", so Weissmann. Zur Erinnerung an die Gefallenen des Abwehrkampfes wurde bei der Stadtpfarrkirche in Feldkirchen ein Gedenkstein enthüllt.

Mehr Nachwuchs gesucht

Mit der Gründung der "Jungen Generation" im Jahr 2012 sei der Kärntner Abwehrkämpferbund für die Zukunft gut gerüstet. Ihre Aufgabe ist es den Traditionsverband und die stolze Geschichte unseres Landes hochzuhalten. "Zu Beginn gab es mehr Zuspruch als in den letzten Jahren. Wir sind bemüht, die Tradition an die Jungen weiterzugeben und würden uns freuen, wenn sich Interessierte bei uns melden und sich für diesen Traditionsverband einsetzen wollen", sagt Weissmann. 

Interview

"10. Oktober muss in den Schulen Thema sein"

WOCHE: Wie haben Sie begonnen, sich beim Kärntner Abwehrkämpferbund zu engagieren?
WEISSMANN: Der Großvater meines kürzlich verstorbenen Mannes war selbst Abwehrkämpfer. Daher kommt mein starker Bezug zu dieser Thematik. Zudem habe ich jahrelang für den damaligen Obmann, Hermann Puschitz, die administrativen Arbeiten erledigt. Als ich gefragt wurde, ob ich Obfrau sein möchte habe ich gerne Ja gesagt. 

Was bedeutet Ihnen der 10. Oktober?
Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass die Tradition aufrecht erhalten wird. Die Geschichte sollte auch in unseren Schulen immer die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Viele Kinder wissen gar nicht mehr, was es mit den Feiern am 10. Oktober auf sich hat."

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