Vom Dalai Lama bis zum Prinzen

Die Beamten der Polizeiinspektion Hüttenberg sorgen für Recht und
Ordnung. Das galt auch für einen „falschen Prinzen“.

Die fünf Beamten der Polizeiinspektion Hüttenberg wachen tagtäglich über ihr Einsatzgebiet von exakt 143 km2 mit einer Einwohnerzahl von rund 1.600 Bürgern. In den Sommermonaten richten sie ihr Augenmerk besonders auf die stark frequentierten Motorradstrecken Richtung Klippitztörl und Neumarkt.
Kampf gegen tödliche Unfälle
„Wir wissen um die Beliebtheit dieser beiden Motorradrouten und sind bedacht, immer wieder auftretenden Unfällen präventiv vorzubeugen“, erklärt Abteilungsinspektor Markus Thaller eine der wichtigen polizeilichen Aufgaben während der warmen Jahreszeit. Mit verstärkten Geschwindigkeitsmessungen und zivilen Motorradstreifen hofft man, dass auch die tödlich endenden Rasereien der Vergangenheit angehören.

Als der Dalai Lama Hüttenberg zwei Mal die Ehre erwies, lernten die Beamten das tibetische Oberhaupt auch persönlich kennen. „Gemeinsam mit einem großen Team waren wir für die Sicherheit des Dalai Lama und die Abwicklung der Veranstaltung zuständig. Wir waren alle total begeistert von ihm“, so Thaller, der ihn als äußerst freundlichen und offenen Menschen in Erinnerung hat.
Als es zum Bau des Tibetzentrums gekommen ist, ist in Hüttenberg ein großer Investor namens Prinz Robert von Babenberg mit seiner Flotte an noblen Karossen vorgefahren. „Nach einiger Zeit bemerkte man, dass in seiner Unterkunft einiges an Geld abhanden gekommen ist. Der Verdacht fiel schließlich auf den reich und einflussreich scheinenden Prinzen“, erzählt Gruppeninspektor Rudolf Kaiser.
Bei der Überprüfung der Personaldaten des vermeinlichen Adeligen stellte sich jedoch sehr schnell heraus, dass seine letzte eingetragene Wohnanschrift die Justizvollzugsanstalt Wien war. Kaiser nahm den Betrüger fest.

Mit „so ein lieber Name“ reagierten die Kollegen laut Kaiser in Wien auf ihren alten Bekannten, als der „Adelige Prinz Robert von Babenberg“ in sein „altes Zuhause“ überstellt wurde. Dieser musste unter anderem wegen Urkundenfälschung und gewerbsmäßigen Betrugs erneut vor dem Richter Platz nehmen. „Auch wenn man noch so lange Polizist ist, solch einen Fall vergisst man nie“, erzählt Thaller.

Von Anita Kogler

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