„Damit sie so lange wie möglich zuhause wohnen können“

Spezielle Brillen sollen dabei helfen, die Welt aus der Sicht von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen zu sehen.
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  • Spezielle Brillen sollen dabei helfen, die Welt aus der Sicht von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen zu sehen.
  • Foto: Salzburger Bildungswerk
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LAMPRECHSHAUSEN (red). Daheim bleiben in den eigenen vier Wänden, die einem vertraut sind und in denen man sich zuhause fühlt: Das ist der Wunsch der meisten älteren Menschen in Österreich. Doch mit dem Alter verändert sich auch der Körper – Treppen steigen, duschen und vieles mehr kann dann nach und nach zum Problem werden.

Wie man es schaffen kann, dass ältere Menschen so lange wie möglich zuhause bleiben können, das zeigt derzeit der Lehrgang „Freiwillige Wohnraumberatung“, der derzeit in Lamprechtshausen stattfindet.


Altersbedingten Bedürfnissen nachkommen


„Rund 90 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher leben jenseits des 60. Lebensjahrs in ihrer gewohnten Umgebung“, berichtet Dr. Anita Moser von der Gemeindeentwicklung, „um das Wohnen aber mit den Jahren weiterhin altersgerecht zu halten, sind mitunter einige Umbaumaßnahmen in Haus oder Wohnung erforderlich.“

Genau hier setzen die freiwilligen WohnraumberaterInnen, die derzeit geschult werden, an: Mit einem breiten Know-How beraten sie in den Salzburger Gemeinden, wie sich die eigenen vier Wände ideal für die eigenen altersbedingten Bedürfnisse einrichten lassen.

„Es ist klug, schon vorsorglich an Alternativen zu Treppen und Schwellen sowie an praktikable Badezimmer- und Küchengrößen zu denken – beispielsweise, wenn eine Gehhilfe oder ein Rollstuhl benötigt wird.“

Technische und finanzielle Fragen

Christine Mörth ist eine der 24 TeilnehmerInnen am Lehrgang. Als Sozialbeauftragte der Gemeinde Mattsee betreut sie viele Menschen zuhause und unterstützt pflegende Angehörige. „Ältere Menschen möchten natürlich so lange wie möglich selbstständig sein – und weiterhin zuhause leben“, so Mörth, „entsprechend ist es für meine Arbeit sehr wichtig, zu wissen, wie man ihnen dabei am besten helfen kann."

Was sind die österreichischen Normen, welche Möglichkeiten und Förderungen gibt es? Fragen wie diese haben Mörth dazu bewegt, am Lehrgang teilzunehmen. „Sowohl die technischen, als auch die finanziellen Aspekte sind natürlich sehr wichtig. Ich möchte ältere Menschen umfassend beraten können – damit sie so lange wie möglich zuhause leben können.“

Vom Lehrgang zeigt sich Mörth begeistert: „Wir haben uns in einen Rollstuhl gesetzt und sichtverklärende Brillen aufgesetzt bekommen – das sensibilisiert darauf, wie es sich anfühlt, älter zu sein.“


Schritt für Schritt zum Zertifikat


Der Lehrgang „Freiwillige Wohnraumberatung“ ist in acht Bausteine aufgeteilt, in denen unter anderem die Bewusstseinsbildung für die Bedürfnisse beeinträchtigter und älterer Menschen, technische Hilfen, Finanzierungsformen und Beratungsgespräche Thema sind.

Auf den ersten Termin im März folgen die aufbauenden Termine am 13. und 14. April, am 18. und 19. Mai sowie am 15. und 16. Juni 2018. Alle Termine finden dabei im Gemeindeamt Lamprechtshausen, Schulstraße 1 statt. Es handelt sich um eine Gemeinschaftskooperation der Gemeindeentwicklung im Salzburger Bildungswerk mit der Caritas, dem ÖZIV Landesverband Salzburg, der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, der SIS Soziale Initiative Salzburg und dem Land Salzburg.


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Spezielle Brillen sollen dabei helfen, die Welt aus der Sicht von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen zu sehen.
Mittels sehbeeinträchtigender Brille und Rollstuhl lernten die LehrgangsteilnehmerInnen die Welt aus den Augen eines älteren und/oder beeinträchtigten Menschen kennen.
Autor:

Kathrin Hagn aus Flachgau

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