Lange Nacht der Museen
Im Bezirksmuseum Floridsdorf macht Geschichtsunterricht Spaß

In einer Sonderausstellung erinnert Museumsleiter Ferdinand Lesmeister an die Eisenbahngeschichte Floridsdorfs.
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  • In einer Sonderausstellung erinnert Museumsleiter Ferdinand Lesmeister an die Eisenbahngeschichte Floridsdorfs.
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Anlässlich der Langen Nacht der Museen am 5. Oktober haben wir uns im Bezirksmuseum Floridsdorf umgesehen.

FLORIDSDORF. Waren Sie schon einmal im Bezirksmuseum Floridsdorf? Nein? Dann wird es höchste Zeit, denn das Museum im Mautner-Schlössl hat einiges zu bieten. Es zeigt die Entstehung Floridsdorfs, präsentiert dessen namhaften Industriebetriebe, geht auf die Schiffs- und Bahntradition Floridsdorfs ein und gedenkt berühmter Bürger wie beispielsweise Ludwig van Beethoven und Franz Jonas.

Während Beethoven in Floridsdorf ein Gast von Gräfin Erdődy war, wurde der spätere Bezirksvorsteher, Bürgermeister und Bundespräsident Jonas in Floridsdorf geboren. „Beiden Persönlichkeiten sind eigene Zimmer gewidmet. Das Museum besitzt auch besondere Ausstellungsstücke, etwa eine Haarlocke von Beethoven oder die Totenmaske von Jonas“, erzählt Museumsleiter Ferdinand Lesmeister.

Geschichte erlebbar machen

„Weil der Besuch des Museums in der 3. Klasse Volksschule eine Pflichtveranstaltung ist, haben wir auch jedes Jahr bis zu 60 Schulklassen im Museum“, so Lesmeister. Themen sind dabei die erste Schiffswerft in Österreich um 1830, die Lohner-Werke mit ihrem Sissy-Moped oder die Geschichte der Eisenbahn mit der ersten Fahrt einer Dampfeisenbahn von Floridsdorf nach Deutsch-Wagram 1837.

„Aktueller Schwerpunkt ist die Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf und die Sonderausstellung über die Gaststättenvielfalt im Bezirk“, so Lesmeister. Damit die Inhalte auch spannend transportiert werden können, sind rund 7.000 Exponate ausgestellt, die von Privaten gespendet wurden oder Leihgaben verschiedener Museen sind.

Lange Nacht der Museen

Ausgestellt sind unter anderem eine Rauchküche aus Leopoldau, eine Wohnung aus der Zwischenkriegszeit, Alltagsgegenstände und Kriegsrelikte. Einen wesentlichen Kern bilden Informationen über den Donauverlauf oder die Entstehung der Bezirksteile Leopoldau, Stammersdorf, Jedlesee, Floridsdorf, Strebersdorf und Großjedlersdorf.

Jährlich besuchen rund 8.000 Besucher das Museum und es gibt an die 80 Veranstaltungen. Acht ehrenamtliche Mitarbeiter sind dabei im Einsatz. Bis Ende 2020 ist eine Erweiterung geplant.
Das Bezirksmuseum Floridsdorf hat in der Langen Nacht der Museen von 18 bis 1 Uhr in der Früh geöffnet. Die regulären Öffnungszeiten sind sonntags von 10 bis 12 Uhr und dienstags von 15 bis 17 Uhr. Infos unter 01/270 51 94 oder bm1210@bezirksmuseum.at

Autor:

Sabine Krammer aus Floridsdorf

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