Arbeitslosigkeit in Gänserndorf liegt über Bundeslandschnitt

BEZIRK. 4.048 Personen waren Ende November beim AMS Gänserndorf arbeitslos vorgemerkt. Mit einer Steigerung von 9,2% gegenüber dem Vorjahr liegt unser Bezirk wie schon im Verlauf des gesamten Jahres 2015 leicht über dem NÖ Schnitt (+ 7,2%). Trotz steigender Beschäftigung (+ 0,9%, 41.493 Personen standen Ende November in Beschäftigung) ist das angebotene Arbeitsvolumen zu gering um das Arbeitskräfteangebot aufzunehmen. Wenn auch die Investitionen und Exporttätigkeiten der Betriebe in letzter Zeit etwas anzogen, gelingt dennoch kein substanzielles Wirtschaftswachstum.
Die Insolvenz von Zielpunkt richtet die Aufmerksamkeit auf die Beschäftigung im Handel. Gänserndorf ist mit 8 Filialen und rund 100 Beschäftigten relativ stark betroffen. Für die Reintegration der Betroffenen in den Arbeitsmarkt für den Fall, dass sie tatsächlich den Arbeitsplatz verlieren, gibt es zwar durchaus Chancen, aber es wird nicht einfach werden. Gegenwärtig sind 6.861 Menschen im Bezirk im Handel tätig, 819 Handelsangestellte sind Ende November beim AMS Gänserndorf arbeitslos vorgemerkt. Gleichzeitig melden die Betriebe rund 30 offene Jobs pro Monat im Handel, die relativ rasch besetzt werden. Trotz dieser Dynamik gibt es weitaus mehr Beschäftigungschancen im handwerklich technischen Bereich. Wir raten vor allem Frauen mit geringer Qualifikation eine Neuorientierung in Erwägung zu ziehen. Das AMS finanziert im Rahmen des Programms Fit (Frauen in Handwerk und Technik) die komplette Umschulung in einen neuen technischen Beruf.

Ältere (Steigerung der Vorgemerkten im November um 17,0% auf 1.294) und Personen mit Pflichtschulabschluss (Steigerung der Vorgemerkten im November um 10,6% auf 1.877) bleiben die „Sorgenkinder“ am Arbeitsmarkt.
Erfreulich entwickelt sich die Jugendarbeitslosigkeit die im letzten Monat um 4,2% auf 520 Vorgemerkte gesunken ist). Das AMS investiert überproportional viele Mittel in die Bereitstellung von Ersatzlehrplätzen, eine Strategie, die nun Wirkung zeigt.

Keine Veränderung ist am Stellenmarkt zu beobachten, 218 Stellen waren Ende des letzten Monats beim AMS gemeldet. 139 Jobs sind im November neu dazugekommen, gleichzeitig konnte das AMS 225 Stellen besetzen.
Unverändert dramatisch ist die Lage am Lehrstellenmarkt. Gerade 4 Lehrstellen sind gegenwärtig dem AMS gemeldet, 100 Jugendliche suchen einen Lehrplatz. Wir werden zusätzliche Mittel bereitstellen um Ersatzausbildungsangebote zu schaffen.

Entgegen dem NÖ-Trend (-6,8%) hält Gänserndorf sein Schulungsniveau bzw. baut es leicht aus (+1,6%). Ursache dafür sind lange Fachausbildungen und die überbetrieblichen Lehrausbildungen für Jugendliche.

Entgegen dem allgemeinen Trend sinkt die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen nicht. 763 Personen waren Ende November in einem Qualifizierungskurs, um 12 oder 1,6% mehr als vor einem Jahr. Niederösterreichweit ist die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen um 6,1% gesunken. Die Ursache dafür ist, dass das AMS Gänserndorf bewusst auf qualitativ hochwertige, länger dauernde Ausbildungen setzt und hohe Ausbildungsinvestitionen tätigt, um dem Lehrstellenmangel entgegen zu wirken.

Autor:

Ulrike Potmesil aus Gänserndorf

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