Demographie-Check

Diese Grafik zeigt die Bevölkerungsveränderung in Prozent – der Bezirk Hermagor ist mit am stärksten betroffen
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  • Diese Grafik zeigt die Bevölkerungsveränderung in Prozent – der Bezirk Hermagor ist mit am stärksten betroffen


  • Foto: Statistik Austria (Grafik), FH Villach (Thomas Zametter), FH Villach/Steiner Hämmerle
  • hochgeladen von Melanie Uran

Das Gailtal ist schwer von Abwanderung betroffen, vorläufige Prognosen zeigen keinen guten Trend. Dem soll nun entgegengearbeitet werden, Thomas Zametter erklärt wie.

Um effektive Handlungsvorschläge für die Region Gailtal, den Bezirk sowie die einzelnen Hermagorer Gemeinden machen zu können, muss der Status quo erarbeitet werden. Dies geschieht akutell im Rahmen des „Demographie-Checks“, an dem unter anderem der Gailtaler „Senior Researcher“ Thomas Friedrich Zametter und Kathrin Stainer-Hämmerle, Leiterin des Instituts für Public Management an der FH Villach, arbeiten.

Das Ziel
Im Rahmen der demographischen Analysen sollen Prognosen bis 2050 entstehen, dies sind Trendrechnungen. Zukünftige Ereignisse und Geschehnisse können nicht in die Daten eingearbeitet werden. Ein Mehrwert ist, dass die Daten auf unterschiedlichen Ebenen (Aggregationsebenen), wie Gemeinde-, Regions- und Landesebene ausgearbeitet werden. „Das ermöglicht bessere Aussagen, da beispielsweise gewisse Gemeinden innerhalb einer Region unterschiedlich stark vom demographischen Wandel betroffen sind. Während der Projektlaufzeit finden Interviews, Regionsbesuche und Workshops statt. Ziele sind unter anderem ein aktiver Wissensaufbau, die Identifikation von „Good-Practice“- (bewährte Praktiken/Verfahren) Beispielen sowie die Formulierung von zukunfts- und potentialorientierten Querschnittsthemen im Kontext des demographischen Wandels,“ erklärt Zametter. Handlungsempfehlungen im Rahmen der Studie sollen für Hermagor Mitte Dezember 2020 nach Abschluss der Studie veröffentlicht werden.

Förder-Grundlage
Das Projekt wurde von der Abteilung 10 des Landes Kärnten, Land- und Forstwirtschaft, ländlicher Raum, in Auftrag gegeben und soll einen klaren Nutzen für die Region bringen. Zunächst wird in der kommenden EU-Strukturfondsperiode 2021-2027 das Thema des demographischen Wandels als Schwerpunktthema für die LEADER-Regionen in Kärnten in deren lokale Entwicklungsstrategie einbezogen. Vertiefend dazu gibt es in jeder LEADER-Region Workshops. Am Ende des Demographie-Checks gibt es Handlungsempfehlungen für die LEADER-Regionen und für das Land Kärnten (Multi-Level Ansatz). „Der Demographie-Check wird die Grundlage für die Vergabe von Förderungen bilden, auch über das LEADER-Programm hinaus. Die Ergebnisse werden ebenso in den kommenden Masterplan Ländlicher Raum einfließen,“ weiß Zametter. In Summe entsteht ein moderner Ansatz eines „Demographic Governance“ für Kärnten. Nicht nur durch staatliche Maßnahmen kann die Bevölkerungsentwicklung beeinflusst werden, auch private und zivilgesellschaftliche Akteure nehmen wichtige Positionen in einer solchen Betrachtung ein.

Zametter
Thomas Friedrich Zametter stammt aus Reisach im Gailtal, war 14 Jahre in Wien und ist nun zurückgekehrt. Er hat die WU-Wien im Fachbereich Stadt- und Regionalentwicklung absolviert sowie das Doktorat an der AAU in Klagenfurt im Bereich Geographie und Regionalforschung gemacht. Seit März 2020 arbeitet er an der FH Villach.

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