Hochzeits-Cluster
Mittlerweile gut 40 positiv getestete Personen alleine im Bezirk

Der Corona-Cluster rund um die Hochzeit in der Schremser Stadthalle breitet sich immer weiter aus.
  • Der Corona-Cluster rund um die Hochzeit in der Schremser Stadthalle breitet sich immer weiter aus.
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  • hochgeladen von Angelika Cenkowitz

GMÜND. Eine türkische Hochzeit am 12. September in der Schremser Stadthalle entwickelte sich mittlerweile zu einem großen Corona-Cluster im Bezirk Gmünd. Mittlerweile sind, mit Stand Montagvormittag, gut 40 positiv getestete Personen im Bezirk Gmünd auf diese Hochzeit zurückzuführen. Die Erhebungen rund um diese Veranstaltung sind nach wie vor im Gange, Bezirkshauptmann Stefan Grusch zeigt sich hier jedoch zuversichtlich: "Alle Personen, die mit den positiv getesteten Personen der Hochzeit in der Schremser Stadthalle engeren Kontakt hatten, befinden sich zurzeit in Quarantäne. Bis dato wissen wir noch immer nicht genau, wie viele Personen wirklich anwesend waren." 

Kindergarten in Notbetrieb

Am Corona-Virus erkrankte Gäste der türkischen Hochzeit schickten vermutlich weiterhin ihre Kinder in den Kindergarten. Jedenfalls musste ein Kindergarten in Gmünd mit anderem Personal beziehungsweise Helferinnen auf Notbetrieb umstellen, da mehrere Mitarbeiter des Kindergartens erkrankt sind. Scheinbar nehmen einige Hochzeitsgäste die Angelegenheit auf die leichte Schulter, und so dehnt sich dieser Cluster immer weiter aus. "Es lässt sich nicht genau sagen, wie viele auf Covid-19 positiv Getestete sich im Bezirk wirklich auf die Hochzeit zurückführen lassen. Es sind aber mittlerweile mehr als 40 Personen alleine im Bezirk Gmünd. Im betroffenen Kindergarten in Gmünd herrscht derzeit mit anderem Personal ein Notbetrieb", so Bezirkshauptmann Stefan Grusch mit Stand Montagvormittag zu den aktuellen Zahlen. Testungen der betroffenen Personen laufen zurzeit. "Wenn Eltern erkrankt sind, erhalten diese einen Absonderungsbescheid, dieser gilt selbstverständlich für alle im Haushalt lebenden Personen. Eltern, die sich nicht daran halten, machen sich strafbar und dann werden auch entsprechende Schritte eingeleitet", führt der Bezirkshauptmann weiter an.

Sorgloser Umgang mit Corona

Der Bezirk Gmünd ist zurzeit sehr stark von der Corona-Infektionswelle betroffen. Dass damit immer noch viele sehr sorglos umgehen, kann Bezirkshauptmann Stefan Grusch ebenfalls bestätigen: "Ich stelle fest, dass ein Teil sehr sorglos mit der derzeitigen Corona-Lage umgeht. Es ist wichtig, dass die Vorgaben eingehalten werden. Die Polizei hat auch die Anweisung, in Quarantäne befindende Personen verstärkt zu kontrollieren."

Gemeindeamt gesperrt

Als Reaktion zur aktuellen Corona-Situation wurde das Gemeindeamt Schrems für den persönlichen Parteienverkehr gesperrt. Dieser erfolgt nur mehr telefonisch oder per E-Mail.

Strengere Corona-Regeln für NÖ

Wenn ein Bezirk auf Orange steht, müssen etwa alle Sportveranstaltungen ohne Publikum abgehalten werden. In der Gastronomie werden außerdem verpflichtende Gästelisten eingeführt. Im Kampf gegen das Virus wolle man in Niederösterreich „differenzieren zwischen den Regionen mit höheren und den mit niedrigeren Infektionszahlen“, betont Mikl-Leitner. Es gehe jetzt vor allem auch darum, „die Menschen mitzunehmen auf dem Weg zur Bewältigung der Gesundheitskrise“, ergänzt Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Pro Tag werden in NÖ derzeit an die 3.000 Corona-Tests durchgeführt.

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