04.07.2017, 14:16 Uhr

Wiederum deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk Gmünd

(Foto: Archiv)

Ende Juni waren beim AMS Gmünd 1.234 Personen arbeitslos gemeldet, um 232 weniger als im Juni 2016.

BEZIRK. Ende Juni waren beim AMS Gmünd 1.234 Personen arbeitslos gemeldet, zwar um 13 (oder 1,1 Prozent) mehr als im Vormonat, aber um 232 (oder 15,7 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 85 (oder 50,3 Prozent) auf insgesamt 254 deutlich gestiegen. Somit waren Ende Juni in Summe 1.501 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende Juni 2016: 1.648 Personen). Erfreulich ist wiederum, dass die Jugendarbeitslosigkeit um 30,2 Prozent deutlich gesenkt werden konnte. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist sowohl bei den Männern (-8,5 Prozent) als auch bei den Frauen (-22,6 Prozent) recht deutlich ausgefallen.
„Die attraktiven Förderangebote des AMS zur Vermittlungsunterstützung von Älteren zeigen Wirkung. Viele ´Golden Ager´ wurden dieses Jahr bereits mit Hilfe des AMS an Unternehmen, Gemeinden, Einrichtungen und Non Profit-Organisationen vermittelt oder haben in Eigeninitiative eine neue Arbeitsstelle gefunden. Im 1. Halbjahr konnten 387 Personen der Generation 50 Plus eine Beschäftigung aufnehmen, um 4,3 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2016“, berichtet AMS-Chef Ableidinger.
In absoluten Zahlen sank die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Fremdenverkehrs- (-42 oder -26,8 Prozent), Hilfs- (-38 oder -13,2 Prozent), Handels- (-34 oder -20,2 Prozent), Reinigungs- (-23 oder -31,9 Prozent) sowie Büroberufen (-18 oder -12,7 Prozent). Ein erwähnenswerter Anstieg war lediglich in den Lehr- und Kulturberufen (+9 oder +28,1 Prozent) zu verzeichnen. Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 8,1 Prozent (-1,4 PP) knapp über dem Landesschnitt von 7,9 Prozent.
Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 189 Jobsuchende neu arbeitslos, um 40 oder 17,5 Prozent weniger als im Juni 2016. In 214 Fällen (-62 oder -22,5 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 83 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 51 sind in eine Schulung eingetreten und 80 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.

Positive Entwicklung am Stellenmarkt

Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort. Mit Ende Juni waren 60 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein Plus von 17 Stellen (oder 39,5 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 70 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 102 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt.

Frauen: Hochwertige Qualifizierung und Hilfe beim Wiedereinstieg nach der Babypause

Mit Blickrichtung Wiedereinstieg nach der Babypause verweist das AMS NÖ auf interessante Angebote für Frauen, die das ganze Jahr hindurch in Anspruch genommen werden können. In Zeiten hohen Konkurrenzdrucks am Arbeitsmarkt laufen vor allem Frauen, die familiär bedingt eine Erwerbspause einlegen mussten, oder nur eine geringe Ausbildung vorweisen können, Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden. Das AMS NÖ steuert hier mit hochwertigen und maßgeschneiderten Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten gegen. Unter anderem mit dem Programm „Handwerk und Technik“ (FiT), Facharbeiterinnen-Intensivausbildungen in den Ausbildungszentren Sigmundsherberg, Zistersdorf, Wiener Neustadt und im Technikcenter in St. Pölten sowie mit einem regional abrufbaren umfangreichen Schulungsangebot. Für Frauen mit verschiedensten Problemstellungen wurde in Niederösterreich in den Frauenberufszentren ein fast flächendeckendes Netz mit maßgeschneiderten Angeboten eingerichtet.
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