Interview
Poledancerin Andrea Payrhuber: "Mit viel Power zur Musik bewegen"

"Beim Poledancen ist vor allem Kraft gefragt", erzählt Andrea Payrhuber.
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  • "Beim Poledancen ist vor allem Kraft gefragt", erzählt Andrea Payrhuber.
  • Foto: Raphael Ematinger
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HOFKIRCHEN. Sie rockt die Stange: Andrea Payrhuber zeigt ihr Können beim Poledance. Die BezirksRundschau bat die Hofkirchnerin zum Interview.

Wie sind Sie zum Poledancing gekommen?
Payrhuber:
Vor fast acht Jahren habe ich zufällig einen Clip auf YouTube gesehen. Und hab mich gleich erkundigt, ob es Poledancing auch in der Umgebung gibt. Das war leider bei uns noch nicht wirklich der Fall. Das einzige, was es in der Nähe gab, war ein Privatstudio in Hörsching, wo ich dann angefangen habe.

Was war das Faszinierende für Sie?
Es ist eine Kombination aus Tanzen und Kraftsport. Für mich war das damals komplett neu und einfach faszinierend anzuschauen. Es handelt sich dabei ja nicht so um das Tanzen wie im Nachtclub sondern geht schon in die Richtung Sport, mit viel Power zur Musik bewegen. Eben auch mit Musik, die man im Alltag hört, und nicht in den Nachtclubs.

Wie kann man sich das als Neuling vorstellen?
Einen kleinen Spin kann man gleich nach der ersten Stunde, hat also relativ schnell ein Erfolgserlebnis. Man braucht aber von Anfang an Kraft, baut dann mit Technik auf. Man kann nicht einfach an die Stange gehen und gleich einen schwierige Übungen machen. Gestartet wird mit einfach Übungen, in die man hineinwächst.

Wie kommt das bei uns in der Region an?
Am Land mittlerweile schon ganz gut. Man merkt aber schon, dass vor allem junge Frauen kommen. Ab 35 bis 40 traut sich leider keiner mehr. Viele sagen, sie wären schon zu alt, haben Angst vor dem Kopfüber oder sagen, sie müssten erst mal 15 Kilo abnehmen bevor sie damit anfangen.

Dieses Bild vom schlanken Sportler haben viele – muss man beim Poledancen rank und schlank sein?
Überhaupt nicht. Mittlerweile ist es so, das korpulente Frauen bei Meisterschaften mitmachen. Natürlich ist es bei Profisportlern so: Je höher die Ziele sind, desto fitter muss man sein und auch auf die Ernährung achten. Aber bei Hobbysportlern muss man nicht schlank sein.

Beim Poledance hängt man ja teilweise kopfüber, wie sieht es mit Schwindelfreiheit aus?
Eigentlich gar nicht. Es gibt ja Statik und Spinnen, bei denen sich die Stangen nochmal um sich selbst drehen, da kann es schon mal vorkommen, dass man am Anfang einen leichten Schwindel bekommt. Aber man gewöhnt sich schnell dran. Man muss Mut haben, über den eigenen Schatten springen und einfach ausprobieren.

Apropos Meisterschaften, Sie machen ja auch bei solchen mit...
Ich war heuer schon bei drei Meisterschaften dabei, die letzte in Ungarn. Bei der PSO Austria im März habe ich die Silbermedailie gemacht. Mittlerweile machen nicht nur wir Trainer teil, sondern auch einige unserer Schüler.

Wie trainiert muss man für so eine Meisterschaft sein?
Es ist sicher leichter für uns Trainer als für die Schüler, weil wir ja doch sechs bis acht Unterrichtsstunden pro Woche geben. Man muss sich aber doch imer Zeit für eine Choreographie nehmen und körperlich fit sein. Fünf bis sieben Wochen vorher wird intensiv trainiert, etwa jeden zweiten Tag. Die letzten Wochen schon meist jeden Tag. Es steckt schon viel Training dahinter, denn man muss auf die Musik horchen und dazu tanzen. Und: Die Poledancestangen drehen sich ja auch mal schneller und langsamer.

Neben dem Poledancen machen Sie auch noch Aerial Hoop und Aerial Silk. Was ist das genau?
Das kommt aus der Zirkusakrobatik. Beim Aerial Hoop wird mit einem eisernen Hula-Hoop-Reifen etwa 1,20 Meter in der Höhe gearbeitet – natürlich gesichert mit Matten. Beim Poledance geht es vor allem um die vertikalen Kräfte, beim Aerial Hoop um die horizontalen – eine gute Ergänzung.
Das Aerial Silk ist anders, nochmal anspruchsvoller. Man schwebt mittels Bändern in der Luft. Hier arbeitet man mit Wickeltechniken. Wegen der offenen Bänder, die auch nachgeben, geht es hier viel um Körperspannung.

Ihr Favorit?
Das ist das Poledancing, weil es für mich das Vielseitigste ist. Man kann einfach viel am Boden tanzen oder oben in den Lüften, sich statisch drehen und mit viel Schwung und Power rangehen.

Zur Sache: Polerockers

Ab Herbst bietet Andrea Payrhuber und die Polerockers wieder Kurse in Grieskirchen und Ried an. Unter dem Motto "Vorbeikommen, zusehen, ausprobieren und was Gutes tun", laden sie am 24. August 2019 zum Tag der offenen Tür mit Charity Event für den Tierschutzverein mit Herz: 9.30 bis 12.30 und 14.30 bis 18.30 in Hannesgrub Süd 8 (Tumeltsham bei Ried). Dabei zeigen sie Shows im Poledance, Aerial Hoop und Aerial Silk um 11, 15 und 17 Uhr.

Autor:

Julia Mittermayr aus Grieskirchen & Eferding

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