18 jähriger geriet in „Handyfalle“

Viele Jugendliche schaffen es heutzutage kaum mehr, finanziell über die Runden zu kommen. Werbung im Übermaß, Sonderangebote an allen Ecken und Enden verleiten viele Jugendliche zu unüberlegten Ausgaben. Auch wenn der Abschluss eines Vertrages letztendlich eine persönliche Entscheidung jedes Einzelnen ist, haben auch Unternehmer oftmals selbst auferlegte Verpflichtungen, an die sie sich halten sollten.
So geschehen im Bezirk Güssing, als ein 18 Jährigen bei einem Telefonanbieter, trotz Nichtvorliegens einer ausreichenden Bonität, problemlos einen Vertrag abschließen konnte. Seitens des Telefonanbieters wurde lediglich die Vorlage einer Bankomatkarte verlangt; dass eine solche kein Nachweis der Bonität ist, muss hier nicht näher erläutert werden! In der Folge konnte sich der 18 den Vertrag nicht mehr leisten und begann daraufhin der Telefonanbieter Mahnungen auszustellen bzw. ein Inkassobüro einzuschalten, welches letztendlich die gesamte Summe für die volle Vertragslaufzeit inkl. der Kosten für Mahnungen, Handysperre sowie Inkassokosten einforderte, welche die eigentlichen Kosten des Vertrages um ein Vielfaches überstieg (Kosten rd. EUR 2.000,--) – rechtlich wird hier von einem sog. Terminverlust gesprochen. Für den Jugendlichen fatal, zumal sich die Schuldenspirale immer weiter zu drehen beginnt. Im konkreten Fall konnten weitere Kosten dadurch vermieden werden, da der Vater sämtliche Schulden bedient hat. In jenen Fällen, in denen die Schulden nicht beglichen werden können, kommt es noch dicker, zumal dann zusätzlich Rechtsanwalts- und Gerichtskosten hinzukommen.
Fast alle Telekommunikationsanbieter haben in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Regelungen darüber getroffen, die sie berechtigen, vor Abschluss des Vertrages eine Bonitätsprüfung durchzuführen. Würde diese selbstauferlegte Verpflichtung konsequenter eingehalten werden, wäre ein Geschäftsabschluss in vielen Fällen erst gar nicht möglich. Im konkreten Fall hätte sich die Familie einige Hundert Euro erspart. Da dies aber zu Lasten des eigenen Geschäfts geht, nimmt man die Bestimmungen in den eigenen AGB anscheinend nicht so ernst.
„Es geht hier nicht in erster Linie um die Bevormundung von Jugendlichen bzw. Eingriffe in die Vertragsfreiheit, es geht schlicht und einfach darum, diesbezügliche Verhaltensregelungen zu finden, um der Ausbreitung ungewollter gesellschaftlicher Entwicklungen entgegenzuwirken. Hier besteht akuter Aufholbedarf.“, so Konsumentenschutzlandesrätin Verena DUNST

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