Arbeitsinitiative Kräuterfeld
Der größte Kräutergarten Tirols in Absam

Renate Salzmann und Sylvia Schüller vom PSP bei der Ringelblumenernte.
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  • Renate Salzmann und Sylvia Schüller vom PSP bei der Ringelblumenernte.
  • Foto: Michael Kendlbacher
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Der Psychosoziale Pflegedienst (PSP) bewirtschaftet ein Kräuterfeld in Absam in Tirol und bietet seinen Klienten eine Tagesstruktur. Bei diesem Projekt haben Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen die  Möglichkeit sich langsam wieder an den Arbeitsalltag zu gewöhnen.

ABSAM. Es duftet nach Lavendel und Minze. Ein Arbeitsplatz, der quasi am Blühen ist. Hier gehen nämlich nicht nur Bienen ihrer Arbeit nach, sondern auch die Klienten der Sozialeinrichtung PSP. Gemeinsam mit den Betreuern werden hier Kräuter aufgezogen und geerntet. Tirols größter Kräutergarten ist ein Sozialprojekt von PSP, wie Silvia Schüller erklärt. Sie ist Leiterin der Initiative des Psychosozialen Pflegedienstes, der durch die Arbeit im Kräutergarten psychisch kranken Menschen eine Chance auf Arbeit bietet. Am Feld werden alle Arbeiten, von der Pflanzung über die Pflege und die Ernte, von den TeilnehmerInnen durchgeführt. Die Klienten übernehmen eigenständig Verantwortung für verschiedene Bereiche und lernen so die Bedürfnisse der Pflanzen kennen. „Dieses Projekt ermöglicht den Klienten eine Tätigkeit, die gut tut. Das ist Arbeit für die Seele", so Schüller.

Tees und Badekräuter

Auf über 3.000 Quadratmetern werden hier mehr als 50 verschiedene Kräuter produziert. In der Werkstatt werden die Kräuter getrocknet und dann händisch weiterverarbeitet zu Sirup, Tees, Kräutersalzen, Badekräutern und Blütenzucker. Die ganzen Blätter werden von Hand gerebelt und nach besonderen Rezepten gemischt. Das Sozialprojekt wird durch das Land Tirol finanziert. Der Ertrag wird direkt oder auf Adventmärkten verkauft. In der Therapiegruppe lernen die TeilnehmerInnen, das Tätigsein am Feld in Zusammenhang mit der eigenen Lebens- und Lerngeschichte zu sehen und Fähigkeiten sowie Fertigkeiten in den Alltag zu übersetzen. „Wichtig ist das Gemeinschaftliche, weil die Leute sich mit ihren Erfahrungen gegenseitig unterstützen", so die Betreuerin Renate Salzmann. Menschen mit verschiedensten Erkrankungen treffen hier aufeinander und arbeiten dann zusammen oder alleine. Jeder, wie er möchte. Ganz nach dem Motto „jeder kann, keiner muss". „Die Idee war, dass man einen Arbeitsbereich schafft. Man schaut individuell, was die Klienten brauchen. Gearbeitet wird mindestens 3 Tage die Woche. Manche Klienten kommen auch gerne öfter, um zu helfen", weiß Schüller. Beim Kräuterfeld gibt es zahlreiche Sachen zu beachten, erklärt Salzmann. „Das Feld und der Verkauf sind nicht so einfach und die Hitze war dieses Jahr eine enorme Herausforderung für uns alle, doch das Schöne ist, sich darauf einzulassen, dann geht vieles gut, denn das Feld verzeiht auch Fehler", so Salzmann.

Mehr dazu

https://www.meinbezirk.at/tag/kr%C3%A4utergarten

Autor:

Michael Kendlbacher aus Hall-Rum

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