Bgm. Daniela Kampfl im Interview
„Ich werde mich nicht vor Entscheidungen scheuen!"

Bgm. Daniela Kampfl wird bei der kommenden Gemeinderatswahl antreten.
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  • Bgm. Daniela Kampfl wird bei der kommenden Gemeinderatswahl antreten.
  • Foto: Daniel Zangerl
  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Die Milser Bürgermeisterin Daniela Kampfl hat sich seit der Amtsübernahme im Mai gut eingelebt. Bei den kommenden Gemeinderatswahlen wird die 48-Jährige antreten und hat für die Zukunft ihrer Gemeinde große Pläne.

MILS. Daniela Kampfl ist seit 2016 Landesgeschäftsführerin des Wirtschaftsbundes Tirol und seit Mai 2021 Bürgermeisterin in Mils. Zuvor studierte sie am MCI Wirtschaft und Management und arbeitete vor ihrem Wechsel in die Politik in der Tiroler Privatwirtschaft. Im BB-Gespräch spricht sie über neue Projekte, die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen und warum Mils für sie lebenswert ist.

Frau Bürgermeisterin, wie haben Sie die letzten Monate seit der Amtsübernahme wahrgenommen?

Im Grunde bin ich am Tag nach der Gemeinderatssitzung ins Amt gegangen und hab vom ersten Tag an gearbeitet. Ich hatte zum Glück den Vorteil, dass ich schon ein gutes Netzwerk hatte. Bei den anstehenden Themen weiß ich, wo ich nachschauen und wo ich nachfragen muss. Ein weiterer Startvorteil war das Amt in der Gemeinde Mils. Wir sind sehr gut aufgestellt und haben ein gut geführtes Haus, was nicht selbstverständlich ist.

Welche Projekte wurden derzeit erfolgreich umgesetzt, welche sind in Planung?

Es waren noch viele Projekte von meinem Vorgänger zu erledigen, wie eben kürzlich das Bauprojekt Marklfeld. Ein gelungenes Projekt, das wir heuer zur Umsetzung brachten, war der neue Spielplatz an der Volksschule. Im Gemeinderat haben wir den Beschluss gefasst, dass eine Photovoltaikanlage auf das Dach des Gemeindeamts kommt. Auch für die Wohnanlage am Marklfeld sind noch Photovoltaikanlagen vorgesehen. Außerdem haben wir heuer Ferialarbeitern die Möglichkeit gegeben, bei uns in der Gemeinde mitzuarbeiten. Das Angebot wurde auch sehr gut angenommen. Im Oktober gab es eine Gemeinderatsklausur, in der wir uns auf drei Schwerpunkte geeinigt haben. Zum einen sollen erneuerbare Energien eine Rolle spielen, aber auch Verkehr und Mobilität sowie die Planung stehen im Fokus. Was bestimmt kommen wird, ist der Bauhof, wo wir in Richtung Bürgerkarte gehen wollen.

Wie ist die Gemeinde derzeit finanziell aufgestellt?

Insgesamt sind wir sehr solide aufgestellt. Was wir in den letzten Jahren gemerkt haben, ist, dass die ganzen Sozialabgaben- und ausgaben bzw. auch die Kinderbetreuung einen immer größeren Teil einnimmt. Die Coronazeit haben wir natürlich auch gespürt, trotzdem haben wir gesagt, machen wir ein vorsichtiges Budget für nächstes Jahr.

Was macht Mils für Sie lebenswert?

Da gibt es vieles in Mils. Sonnenseite, Waldnähe und eine gute Infrastruktur. Das Vereinsleben funktioniert gut und die Kinderbetreuung ist super. Da gibt es genügend Punkte, die für mich Mils lebenswert machen.

Vor wenigen Wochen gab es eine Diskussion um die Wahlplakate, wie hat man sich im Nachhinein geeinigt?

Wir haben uns mehrheitlich auf Wahlplakate geeinigt und jeder muss für die Kosten selber aufkommen. Dabei kam ein Vorschlag, dass man sich bestimmte Plätze überlegt, wo man Wahlplakate aufstellt. Das Problem ist, dass wir insgesamt acht Listen haben und hier eine geeignete Stelle zu finden, nicht so einfach ist. Daher soll nun jeder nach den erlaubten Richtlinien seine Plakate aufhängen können.

Was ist Ihnen bei der Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen wichtig?

Wichtig ist, dass man das Gefühl hat, es geht jedem um das Dorf und um Inhalte. Bis jetzt hat die Zusammenarbeit ganz gut funktioniert. Aber man spürt schon allmählich den Wahlkampf.

Warum sollen die Bürgerinnen und Bürger bei der nächsten Wahl Ihnen ihre Stimme geben?

Die Milser Bürgerinnen und Bürger können sich sicher sein, dass ich ein offenes Ohr für ihre Anliegen habe. Ich werde mich nicht vor Entscheidungen scheuen, daher denke ich, braucht es eine Mischung aus guter Planung und vielen Diskussionen, um letztendlich eine Entscheidung zu treffen, die für eine Mehrheit hoffentlich dann passt.

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