Muttereralmbahn: Neue Struktur nach Schieflage!

Eine umfassende Neustrukturierung soll in Zukunft für einen weiteren wirtschaftlichen Betrieb der  Muttereralm- und Götznerbahn sorgen!
  • Eine umfassende Neustrukturierung soll in Zukunft für einen weiteren wirtschaftlichen Betrieb der Muttereralm- und Götznerbahn sorgen!
  • hochgeladen von Manfred Hassl

In den letzten Monaten haben sich die Gerüchte bewahrheitet, wonach die Muttereralm Bergbahnen GesmbH (zu 100 % im Besitz von Mag. Helmuth Zach, der alleinverantwortlich für den Betrieb der Bahnen war) in eine finanzielle Schieflage geraten sei.

MUTTERS/GÖTZENS (mh). Gerade einmal sechs Jahre sind seit der – umstrittenen – Umsetzung des Neubaus der Muttereralmbahn vergangen. Innerhalb dieser Jahre wurde sehr viel am Hausberg der Mutterer und Götzener investiert, stellt der Mutterer Bürgermeister Hansjörg Peer klar: „Ohne Mag. Helmuth Zach aus Götzens wäre die Revitalisierung des Ski- und Wandergebietes nicht möglich gewesen. Hierfür gebührt ihm der Dank der Gesellschafter in Person des ‚Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer‘ sowie der Gemeinden Mutters und Götzens.“

Handlungsbedarf
Allerdings gingen die Gerüchte auch an der MABE (Errichtungsgesellschaft), an welcher der TVB sowie die zwei Gemeinden Mutters und Götzens mehr als 75 % der Anteile halten, nicht vorbei. Die Notwendigkeit des Einschreitens und Handelns war für die drei Gesellschafter gegeben, um Schaden an der Gesellschaft abzuwehren. Am vergangenen Donnerstag kam es schließlich nach einer über 12-stündigen Sitzung im Beisein aller Gesellschafter, der involvierten Kreditinstitute, der Fam. Zach, der Steuerberater und Anwälte zu einer wesentlichen Veränderung in der Struktur der zwei Gesellschaften.

Maßnahmenkatalog
Bgm. Hansjörg Peer über die getroffenen Maßnahmen: „Helmuth Zach sen. zieht sich aus den Geschäften der in seinem Besitz befindlichen Betriebsgesellschaft komplett zurück. Die Betriebsgesellschaft wird in den nächsten sechs Monaten von Dr. Walter Renner, der auch als Geschäftsführer der MABE – also der Errichtungsgesellschaft – fungiert, weitergeführt, ehe diese Betriebsgesellschaft dann liquidiert wird. Die Verbindlichkeiten der Betriebsgesellschaft werden zum Teil durch die MABE übernommen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch die Gastronomiebetriebe im Einzugsbereich der Muttereralmbahnen künftig nicht mehr von der Fam. Zach betrieben.“

Zach-Rückzug vom Berg
Mag. Helmuth Zach tritt seine Anteile in der MABE (Errichtungsgesellschaft) an die drei verbleibenden Gesellschafter (TVB und Gemeinden) ab, und hat somit keine Funktionen in den Gesellschaft mehr. Sein Abgang vom Berg ist somit besiegelt. „In weiterer Folge will sich Mag. Zach auch in seiner Unternehmensgruppe zurückziehen und die Agenden an seine Kinder übertragen,“ so Bgm. Peer. „Für diese steht weiterhin das Hotelbusiness an erster Stelle und man ist der Meinung, dass dabei genügend Aufgaben vorhanden sind und der Betrieb einer Bahn nicht als Kerngeschäft angesehen werden soll.“

Einigung mit Bank
Eine große Rolle in der Marathonsitzung letzter Woche spielte auch die darlehensgebende Bank der Muttereralmbahnen. Durch die im Jahr 2005 fixierte vertragliche Vereinbarung und der damit verbundenen Haftungen dieser Bank konnte man sich im ersten Schritt annähern und in weiterer Folge auch eine Vereinbarung treffen. Dementsprechend groß war die Freude der involvierten Gesellschafter, nachdem man sich mit der Bank auch schon über die Finanzierung des Zusammenschlusses Mutters/Götzens mit der Axamer Lizum einigen konnte. Dabei soll allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass das Ergebnis noch vorbehaltlich der Beschlüsse in den jeweiligen Gremien zu betrachten ist. Diese erforderlichen Beschlüsse sollen in den nächsten Tagen und Wochen gefasst werden.

Bgm. Hansjörg Peer: „Der Errichtungsgesellschaf ist es nie schlecht gegangen. Es hat sich herausgestellt, dass allen Unkenrufen zum Trotz, die Verträge aus dem Jahr 2005 wasserdicht waren, anderenfalls wären wir am letzten Donnerstag nie zu diesem sehr guten Ergebnis in dieser sehr wichtigen Umstrukturierungsphase gekommen. Die Absicherung der öffentlich-rechtlichen Körperschaften – also des TVB und der Gemeinden – war immer absolut gegeben. Der Fokus richtet sich wieder auf die Aufgaben im laufenden Betrieb und den Zusammenschluss mit dem Skigebiet Axamer Lizum!“ Eine Meinung, der sich auch Peers Amtskollege, Bgm. Hans Payr in Götzens anschließt. „Der Anfang für eine Umstrukturierung ist gemacht – das ist eine konkrete Grundlage für die weiteren Verhandlungen und die nächsten Gesprächsrunden. Wir hoffen, dass es in dieser Tonart weitergeht!“

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