03.10.2016, 14:54 Uhr

Firstfeier Kinder- und Jugendpsychiatrie

Stefan Deflorian, Geschäftsführer der tirol kliniken, Klinikdirektorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie Innsbruck Univ.-Prof. Kathrin Sevecke, Landeshauptmann Günther Platter, Halls Bürgermeisterin Eva Posch und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg bei der Firstfeier des Neubaus der Kinder- und Jugendpsychiatrie am LKH Hall. (Foto: tirol kliniken/Berger)

Ganz nach Plan schreitet der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Areal des LKH Hall voran. Nun ging die Firstfeier über die Bühne, Ende 2017 soll das neue Gebäude eröffnet werden.

HALL. Am Areal des Landeskrankenhauses Hall geht der Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie rasch voran: Die Rohbauarbeiten starteten im Jänner 2016, nun war Firstfeier. Fertiggestellt wird das Gebäude Ende 2017. Die Bauarbeiten liegen sowohl im Kosten- als auch im Zeitrahmen.
Geschäftsführer der tirol kliniken, Stefan Deflorian, freut sich über den Baufortschritt: „Hier entsteht ein funktionales Gebäude, das nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten eine optimale Umgebung zur Genesung bietet, sondern auch auf dem neuesten technischen Stand ist. Energieeffizienz und Funktionalität treffen hier aufeinander.“ Der Neubau ist als Niedrigenergiehaus klassifiziert, geheizt und gekühlt wird mit Brunnenwasser. Für die Warmwasserbereitung wird das interne Fernwärmenetz genutzt.

Verbesserte Versorgung

Im Mittelpunkt der Planung stand selbstverständlich die bestmögliche Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. „Das Wohl von Kindern und Jugendlichen ist der Tiroler Landesregierung ein besonderes Anliegen. Wir sind insbesondere auch dafür verantwortlich, dass Kinder und Jugendliche in allen medizinischen Bereichen gut versorgt sind – das betrifft selbstverständlich auch die Psychiatrie. Mit diesem Neubau tragen wir dieser Verantwortung Rechnung“, sagt Landeshauptmann Günther Platter im Rahmen der Firstfeier. Das Gebäude erfüllt alle Voraussetzungen, um die Bedürfnisse junger PatientInnen zu stillen – zahlreiche Freiflächen und Bewegungsmöglichkeiten mit Möglichkeiten zur Selbstgestaltung sowie Aufenthalts- und Kommunikationszonen schaffen ein so genanntes „healing environment“.
Um aktuellen Entwicklungen zu entsprechen, werden auch mehr Betten zur Verfügung stehen: Im neuen Haus sind statt wie bisher 22 künftig 43 Betten vorgesehen. „Die Nachfrage nach kinder- und jugendpsychiatrischer Betreuung ist stark gestiegen und wird noch weitersteigen. Dass die Anzahl der stationären Plätze erhöht werden muss, lag für uns auf der Hand und wir haben schnell gehandelt“, so Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Auch die Klinikdirektorin Kathrin Sevecke sieht dringenden Handlungsbedarf: „Rund 20% der Kinder und Jugendlichen weisen psychische Störungen auf. In Tirol sind etwa 25.000 Unter- 19-Jährige gefährdet, eine psychische Störung zu entwickeln. Diesen Tatsachen müssen wir uns stellen! Das neue Gebäude wird dringend benötigte Betreuungsplätze bieten und ist so geplant, dass wir unseren jungen Patientinnen und Patienten wirkungsvoll und rasch helfen können. Damit leisten wir einen ganz wesentlichen Beitrag zur seelischen Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen.“
Auch Helga Fritsch, die Rektorin der Medizinischen Universität Innsbruck, richtete Grußworte an die Gäste und betonte, dass sie eine Kooperation mit der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am LKH Hall anstrebe.
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