Kommentar
Schanigarten-Konflikt - so finden Lärm und Ruhe ihren Frieden
- Redakteur Lukas Ipirotis sucht nach Kompromissen.
- Foto: Max Spitzauer
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Sommer heißt auch Schanigartenzeit! Damit gehen jedoch auch immer Probleme daher. Die einen wollen es laut, die anderen leise. MeinBezirk-Redakteur Lukas Ipirotis versucht herauszufinden, ob es eine Lösung gibt.
WIEN/HERNALS. Kaum schlägt der Zeiger 22 Uhr, ist schon die 133 gewählt: „Ruhestörung!“, wird dann erbost in den Hörer geschrien. Doch die oft als heilig geglaubte Abendruhe ist rechtlich trotzdem nicht das Druckmittel, das man sich vielleicht erhofft.
Das Problem bleibt also: Wo Straßenlärm und ein früher Schlafrhythmus aufeinandertreffen, hört zumeist für beide Seiten der Spaß auf. Denn während die einen die Ruhe in den eigenen vier Wänden schätzen, wollen die anderen eine laue Sommernacht im Wiener Schanigarten genießen.
Ein Kompromiss geht nur mit Verständnis
Verstehen kann man beide Seiten: Der Wunsch nach Ruhe ist genauso nachvollziehbar wie die Hoffnung, den Feierabend nicht zu verschwenden. Ein Kompromiss gelingt daher nur, wenn beide Seiten die Perspektive der anderen einnehmen.
Will ich Fußballgegröle hören, wenn ich am nächsten Tag früh aufstehen muss? Muss die Polizei wegen einer Geburtstagsfeier ausrücken? Lärm liegt im Ohr des Betrachters – der Umgang damit jedoch in der Verantwortung aller.
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