Am Schottenhof
Baustart für ersten Abschnitt des Amphibien-Tunnels
- Der erste Abschnitt des Krötentunnels hat begonnen.
- Foto: Verein Gegen Tierfabriken
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Seit Jahren retten Freiwillige im Grenzgebiet zwischen Hernals und Penzing Amphibien vor der gefährlichen Straße. Nun beginnt der Bau eines Tunnels, der den Tieren den gefährlichen Weg dauerhaft erleichtern soll.
WIEN/HERNALS/PENZING. Seit vielen Jahren setzt sich der Verein Gegen Tierfabrik (VGT) für bessere Schutzmaßnahmen für Amphibien an der Grenze zwischen Hernals und Penzing ein. Kürzlich konnten diese Bestrebungen einen großen Erfolg erzielen.
Denn während die zu ihren Laichgebieten wandernden Frösche und Kröten bislang mühevoll mithilfe der Zaun-Kübel-Methode über die Straße gebracht werden mussten, wird jetzt ein Tunnelsystem gebaut. Die Arbeiten für den Amphibientunnel haben jetzt begonnen.
Abschnitt wird bis August fertiggestellt
Durch ihre ehrenamtlichen Einsätze haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer zwischen Hanslteich und Marswiese mehr als sieben Jahre lang tausende streng geschützte Amphibien per Hand vor dem Überfahren gerettet. Diese Woche haben die Bauarbeiten für das Tunnelleitsystem, das nicht nur Amphibien, sondern auch zahlreichen Kleinsäugern und Reptilien das Leben retten soll, begonnen.
Bis August soll der Abschnitt am Schottenhof fertiggestellt werden, danach folgt in einer zweiten Bauphase der Abschnitt beim Hanslteich. Finanziert wird das Projekt durch die Bezirke Penzing und Hernals. Für Hernals wird für den Tunnelbau ein Budget von insgesamt 800.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der 14. Bezirk investiert hingegen 160.000 Euro. „Wir danken der Stadt Wien – Umweltschutz und den Bezirksvorstehungen Hernals und Penzing, mit deren Hilfe dieses wichtige Projekt nun endlich umgesetzt werden kann", resümiert Projektleiterin Heidi Lacroix bei einer Begutachtung des Baufortschritts.
Bei der letzten Aktion des VGT wurden rund 300 Amphibien gerettet – so wenig wie noch nie seit Beginn des Projekts.
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