Hilfe für Tiere
Hernalserin rettete 500 Vögel während Hochwasser in Wien

Rund 500 Vögel konnte die Hernalserin in das Tierschutzhaus Vösendorf bringen. | Foto: Victoria Horvat
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  • Rund 500 Vögel konnte die Hernalserin in das Tierschutzhaus Vösendorf bringen.
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Ohne die Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern wären in Wien etliche Schwalben verendet. Eine Hernalserin rettete während des Hochwassers rund 500 Vögel in ganz Wien. Victoria Horvat erzählt von ihren Tagen als Vogelretterin.

WIEN/HERNALS/OTTAKRING. Die enormen Regenfälle haben nicht nur den Menschen zugesetzt. Auch die Tierwelt geriet in den vergangenen Tagen komplett aus den Fugen. Vor allem die Schwalben wurden von den Wassermassen und der Kälte schwer getroffen. Die Zugvögel fanden nahezu kein Futter und erfroren teilweise.

Der Tierschutz Austria rief deshalb in Wien auf, den Vögeln zu helfen. Eine der fleißigen Helferinnen und Helfern war Victoria Horvat. Die Hernalserin ließ für zwei Tage alles stehen und liegen und machte sich auf, den Tieren zu helfen. Die Bilanz kann sich sehen lassen: "Ich habe die Tiere nicht nur aufgesammelt, sondern mit meinem Auto von anderen Retterinnen und Rettern die Tiere eingesammelt. Insgesamt waren es wahrscheinlich um die 500 Tiere, die ich ins Tierheim bringen konnte", so die Hernalserin.

Mit dem Auto zur Rettung

Bereits am Sonntag verließ Horvat ihre Wohnung in der Sautergasse zwischen Hernals und Ottakring, mit dem Ziel, den geschwächten Tieren zu helfen. Durch Aussendung von BirdLife Austria und dem Tierschutz Austria hat Horvat die Notsituation der Tiere mitbekommen. "Ich habe mir gedacht, ich kann nicht daheim sitzen, nichts tun und die Vögel sterben lassen", erklärt Horvat MeinBezirk im Interview.

Kurzerhand schnappte sich die Hernalserin Schachteln für die geschwächten und verletzten Tiere und startete ihr Auto. Auch ihr Fahrzeug sei ein Grund gewesen für ihr schnelles Handeln: "Viele in der Stadt besitzen kein Auto und so kann ich noch mehr Hilfe anbieten", so Horvat.

Durch die Kälte und damit einhergehende Futterknappheit wären viele Schwalben gestorben. | Foto: Victoria Horvat
  • Durch die Kälte und damit einhergehende Futterknappheit wären viele Schwalben gestorben.
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Koordiniert wurden die Rettungseinsätze vom Tierschutz Austria am Auhofcenter. Diese gaben Sichtungen der Schwalben bekannt und die freiwilligen Helferinnen und Helfer machten sich auf den Weg.

Die ersten fliegen wieder

Am Sonntag wurden laut Horvat zunächst alle Tiere eingesammelt, die bereits aus den Nestern gefallen waren. Durch die niedrigen Temperaturen erdrückten sich die Vögel jedoch in den Nestern gegenseitig und so wurden auch diese in Sicherheit gebracht. Da die Stürme am Montag nicht nachließen, widmete sich Horvat auch diesen Tag ganz den Vögeln: "Ich habe am Montag meinen Arbeitstag abgekürzt und war dennoch erst gegen 22 Uhr daheim."

Nach sicherem Unterbringen in den Boxen wurden die Vögel in das Tierschutzhaus Vösendorf gebracht. Dort wurden die angeschlagenen Tiere aufgepäppelt und verarztet. Die ersten Tiere konnten bereits entlassen werden. Ebenso sollen die Schwalben, die nicht eingesammelt wurden, die gröbste Gefahr überstanden haben. "Eine Ornithologin hat mir heute versichert, dass durch die steigenden Temperaturen die Insekten wieder fliegen und Schwalben wieder Nahrung aufnehmen können", erklärt uns die Hernalserin.

Abschließend möchte Horvat Tierschutz Austria für die tolle Organisation und allen, die Tatkräftig mitgeholfen haben, ein Dankeschön aussprechen.

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