Hernalser Hauptstraße
Geschäfte warten auf den Bau der U-Bahn
- Um den Elterleinplatz sieht es in der Hernalser Hauptstraße oftmals so aus. Leere Geschäfte reihen sich an die anderen.
- Foto: Ipirotis/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Ein Abschnitt der Hernalser Hauptstraße wirkt leblos. Auf vielen Geschäften hängen "Geschlossen"-Schilder, und sie sind verlassen. Einige Unternehmen warten hier nämlich auf die U-Bahn.
WIEN/HERNALS. Die Hernalser Haupstraße ist eine wichtige Verkehrs- und Geschäftsader im Bezirk. Hier reihen sich Geschäfte an Lokale, Lebensmittelläden an Friseursalons. Auf einem Abschnitt vom Elterleinplatz in Richtung Rosensteingasse sieht das jedoch anders aus. Denn hier haben alle Geschäftsflächen gemein, dass sie scheinbar leer stehen.
Laut Wirtschaftskammer Wien (WKW) wären diese Geschäfte zwar in Besitz, tatsächlich vermietete Lokale lassen sich hier dennoch nicht finden. Und das könnte auch einen guten Grund haben, wie Dieter Holzhammer, Obmann der Hernalser Kaufleute, spekuliert. So wäre dort aktuell eine Unsicherheit für Unternehmer gegeben.
Risiko für Unternehmen
Geschuldet sei dieses Risiko dem geplanten Bau der U5-Station Hernals. Derzeit wäre nicht klar, wie lange sich die Bauarbeiten auf die Geschäfte in der Umgebung auswirken werden. Mit der fertigen U-Bahn werde sich das jedoch ändern, garantiert der Obmann.
"Es wird dann auf jeden Fall lukrativ werden, weil es sich immer noch bewahrheitet hat, dass entlang von U-Bahn-Strecken bei U-Bahn-Stationen eine stärkere Frequenz entstehen wird." Auch Bezirksvorsteher Peter Jagsch (SPÖ) sieht das ähnlich. Der Umbau rund um die U-Bahn-Station werde die Geschäftsstraßen beleben und für eine höhere Aufenthaltsqualität und stärkere Frequentierung sorgen.
Helfende Automaten
In dem Abschnitt hat sich zwischenzeitlich jedoch noch etwas anderes bemerkbar gemacht. Denn so lassen sich hier auch sogenannte "Automatenshops" finden. Also Geschäfte, die nur Waren aus Automaten verkaufen. "Mir ist ein Automatenshop lieber als ein Leerstand", weiß auch Holzhammer. Wenn es keine Nachfrage gäbe, würden diese Unternehmen nicht funktionieren, betont der Kaufmann.
- Automatenshops wären eine Zwischenlösung.
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Um die Hernalser Hauptstraße jedoch auch langfristig beleben zu können, müssen neue Geschäfte her. "Automatenshops können Leerstände zwar kurzfristig füllen, tragen jedoch wenig zur Belebung des öffentlichen Raums oder der Wirtschaftstätigkeit bei", so Jagsch.
Nur durch zielgerichtete Standortentwicklung können sich Betriebe in der Hernalser Haupstraße ansiedeln, die dann auch langfristig zur Attraktivität des Bezirks beitragen.
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