Biratalwand nach Spregung nicht stabil

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DÜRNSTEIN. Die erste Sprengung zur Sicherung der Biratalwand erfolgte am Abend des 27. Juni durch Experten, die nicht zur Gänze das gewünschte Ergebnis brachte. Derzeit ist der Zustand des Berges laut Geologen nicht stabil genug, um ein sicheres Arbeiten im Gefährdungsbereich möglich zu machen. Vergangenen Montag entschied sich nach einer neuerlichen Begutachtung durch Experten die weitere Vorgangsweise zum Sicherungsabbau. Danach wird über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Betriebs der Wachaubahn, die seit Ferienbeginn täglich unterwegs sein sollte, entschieden. Am Donnerstag sollten die Sperrzeiten für die B3 in diesem Bereich beendet werden.
„Es liegt uns sehr daran, auch in diesem Bereich der Wachaubahn die Grundlagen für einen sicheren Betrieb wieder herzustellen“, erläutert NÖVOG-Geschäftsführer Gerhard Stindl. Die NÖVOG betreibt seit der Saison 2011 die Wachaubahn zwischen Krems und Emmersdorf. „Wir gestalten mit der Wachaubahn ein vielfältiges touristisches Angebot unter dem Motto ‚best of wachau – kunst und wein‘“, so Stindl weiter.
Das Land Niederösterreich investiert in den kommenden Jahren insgesamt 25 Mio. Euro in die Wachaubahn. Der laufende Sicherungsabbau der Biratalwand ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Projekt. Die Gesamtkosten für den Sicherungsabbau belaufen sich auf zwei Millionen Euro, davon trägt die NÖVOG 1,25 Millionen Euro, der Rest wird direkt vom Land NÖ als Straßenerhalter der Bundesstraße B 3 bezahlt. Abgewickelt wird das Projekt von Experten der ÖBB Infrastruktur, mit den Sprenarbeiten war die Firma SST Schuster Sprengtechnik GmbH beauftragt, die geologischen Gutachten erstellt die Firma Geologie iC.

Der Berg blickt auf eine „bewegte“ Geschichte zurück. Bis 1903 als Steinbruch in Betrieb, folgten 1909 Felsstürze und eine Großsprengung durch die k.u.k. Armee im Zug des Baus der Donauuferbahn. Der aktuelle Sicherungsabbau wurde nach dem Hochwasser und einem Felssturz im Juni 2009 notwendig. Nach einem neuerlichen Felssturz im Juni 2011 stand zwischen 2.7. und 29.7.2011 die Wachaubahn zwischen Dürnstein und Emmersdorf still. Seit Anfang Mai 2012 läuft der Sicherungsabbau wieder auf Hochtouren. Die Sprengung am 27. Juni 2012 war mit 1.500 m3 die größte im Zuge der laufenden Arbeiten.

Folgende Sperrzeiten sind in der Zeit bis 05072012 beabsichtigt:
Wochentag Datum Uhrzeit Anmerkungen
Donnerstag 28062012 1000 - 2400 Totalsperre
Freitag 29062012 0000 - 1400 Totalsperre
1400 - 2100 offen mit Beobachtungsposten und zwei Polizeibeamten
2100 - 2400 Totalsperre
Samstag 30062012 0000 - 0600 Totalsperre
0600 - 2100 offen mit Beobachtungsposten und zwei Polizeibeamten
2100 - 2400 Totalsperre
Sonntag 01072012 0000 - 0600 Totalsperre
0600 - 2100 offen mit Beobachtungsposten und zwei Polizeibeamten
2100 - 2400 Totalsperre
Montag 02072012 0000 - 0500 Totalsperre
0500 - 1000 offen mit Beobachtungsposten und zwei Polizeibeamten
1000 - 2400 Totalsperre
Dienstag 03072012 0000 - 2400 Totalsperre
Mittwoch 04072012 0000 - 0500 Totalsperre
0500 - 1000 offen mit Beobachtungsposten und zwei Polizeibeamten
1000 - 2400 Totalsperre
Donnerstag 05072012 0000 - 1600 Totalsperre
1600 voraussichtliches Ende der Sperre

Achtung:
- Geringfügige Änderungen können sich durch den Baufortschritt ergeben.
- Bei verstärkten Niederschlägen oder Gewittern wird die sofortige Sperre durch die Beobachtungsposten und die API Krems koordiniert. Sollten während des Zeitraumes einer Totalsperre Niederschläge oder Gewitter auftreten, bleibt die B 3 bis auf Widerruf gesperrt.
- Beide Fahrstreifen stehen zur Verfügung
- Für Radfahrer und Fußgänger ist ausnahmslos während des gesamten Zeitraumes vom 28062012 – 05072012 zu sperren, die Radfahrer sind über die Donaubrücken Krems und Melk bzw. über die Fähren
- Weissenkirchen (Betriebszeiten: Wochentags 0600 – 2100 Uhr durchgehend, Samstag und Sonntag 0730 – 2130 Uhr)
- und Dürnstein (Betriebszeiten: (0900 – 2000 Uhr)

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