Hietzing
Appell für bessere Pflege der Pflanzen im Invalidenhauspark

Christopher Hetfleisch (l.) mit Christine Stehling-Ban und ihrem Partner im Invalidenhauspark. | Foto: Elias Knoll
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Im Invalidenhauspark würden immer mehr Sträucher verschwinden und es mangle an Sorgsamkeit, so eine Anwohnerin. Was sagen die Besitzer?

WIEN/HIETZING. Der Invalidenhauspark hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Einst war er im Besitz des Bundes Österreich und ein öffentlicher Park. In den 2000er-Jahren, während der schwarz-blauen Regierung, wurde das Grundstück veräußert. Die Grünfläche und einige geschützte Bauten, wie die Militärpfarre im Park, liegen nun in Heeresverwaltung. Andere Grundstücksteile wurden verkauft, neue Wohnhäuser entstanden und entstehen darauf.

Das grüne Kleinod ist immer noch öffentlich zugänglich und erfreut die Nachbarn – diese Freude ist aber bei Christine Stehling-Ban seit rund einem Jahr getrübt. Denn immer mehr Sträucher würden entfernt, auch Bäume würden inklusive ihrer Baumkrone gestutzt werden. Die grüne Vielfalt, und damit auch die der Tiere, die im Park leben, würde zusehends minimiert.

"Früher wuchsen hier Jasmin, Holunder, Forsythien, Pfaffenkappen und Flieder. Viele dieser Sträucher wurden entwurzelt und entsorgt", erzählt Christine Stehling-Ban. | Foto: Elias Knoll
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"Früher wuchsen hier Jasmin, Holunder, Forsythien, Pfaffenkappen und Flieder. Viele dieser Sträucher wurden entwurzelt und entsorgt. Damit verschwinden auch die Insekten und Igel, die hier ihren Lebensraum hatten", erzählt Stehling-Ban. Mit dem radikalen Zuschnitt einiger Bäume sei zudem auch der Bestand an Vögeln im Park geschrumpft. "Natürlich muss man alte Bäume fällen, wenn sie nicht mehr gesund sind. Aber warum bei manchen Bäumen die Baumkrone weggeschnitten werden muss, verstehe ich nicht."

Für Artenvielfalt und Mikroklima

Christopher Hetfleisch, Obmann der Grünen Hietzing, erinnert sich ebenfalls, dass der Park einst mehr florierte. Er hat 2008 dort in der Anlage seinen Zivildienst beim Verein "Balance" verrichtet. "Igel gab es früher etliche hier. Damals konnte man die Militärkirche gar nicht sehen, weil sie umrahmt mit Bäumen und Sträuchern war."

Im Sinne der Artenvielfalt und für das Mikroklima im Grätzl sei es wichtig, sich umsichtiger um die Pflanzen und Bäume im Park zu kümmern, sind sich Hetfleisch und Stehling-Ban einig. Dabei möchte die Anwohnerin ihren Appell nicht als Anklage verstehen. "Wir sind sehr froh, dass wir den Park nutzen dürfen. Ich möchte aber auf das Thema aufmerksam machen, damit dieser Ort auch in Zukunft grün bleibt."

Ein Bild aus alten Zeiten: So sah es früher einmal im Park aus.  | Foto: privat
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Was sagen die Verantwortlichen, das Militärkommando Wien? "Das genannte Areal wird durch fachkundiges und ausgebildetes Personal des Militärkommandos Wien betreut und zur Vermeidung von Gefährdungen beurteilt", heißt es in einer Stellungnahme. Dabei orientiere man sich an das Wiener Baumschutzgesetz, das unter anderem das Schneiden von Bäumen regle, etwa wegen bruchgefährdeter Äste. Man arbeite zudem eng mit den Dienststellen der Stadt Wien zusammen. Außerdem sei man "stets um die Verbesserung und Optimierung aller umweltrelevanten Prozesse bemüht". Das Militärkommando Wien hält fest: "Das Bundesheer bekennt sich zum umfassenden Umweltschutz zur Bewahrung der natürlichen Umwelt."

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