Hietzing-Küniglberg
Helene Taussig: Namensgeberin für den Küniglberg-Park?

"Taussig Nr. 34", 2015, Tusche auf Papier, 48 x 36cm, ©: Konstanze Sailer | Foto: https://www.memorygaps.eu/gap-september-2023/
  • "Taussig Nr. 34", 2015, Tusche auf Papier, 48 x 36cm, ©: Konstanze Sailer
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Die Geschichte von Helene Taussig, einer österreichischen Malerin, deren Leben und Schicksal eng mit den dunkelsten Zeiten des 20. Jahrhunderts verknüpft ist, könnte bald einen neuen, symbolischen Höhepunkt erreichen. Die Kunstinitiative "Memory Gaps" schlägt vor, einen Teil des Küniglberg-Parks in Wien nach Helene Taussig zu benennen.

Helene Taussig wurde am 10. Mai 1879 in Wien geboren und widmete sich ab 1910 vollständig der Malerei. Sie verbrachte viele Jahre in Anif bei Salzburg, wo sie ihre künstlerische Karriere vorantrieb. Ausstellungen ab Mitte der 1920er-Jahre folgten. Doch ihr Leben nahm eine tragische Wendung: im Jahr 1940 wurde Helene Taussig wegen ihrer jüdischen Herkunft aus Anif ausgewiesen und 1941 enteignet. Am 9. April 1942 wurde sie in das Transit-Ghetto Izbica deportiert und vermutlich vor dem 21. April 1942 in einem der NS-Vernichtungslager Belzec, Sobibor oder Majdanek ermordet.

Das Schicksal von Helene Taussig ist eng mit einem ehemaligen Anwesen auf dem Küniglberg in Wien verbunden. Dort stand zwischen 1830 und 1892 die Villa des k.k. Leibarztes Johann Baptist Malfatti, der auch Ludwig van Beethoven zu seinen Patienten zählte. Theodor von Taussig, Helene Taussigs Vater und Gouverneur der k.k. Boden-Creditanstalt erwarb das Anwesen von den Erben Malfattis. Er ließ ab 1892 eine neue, imposante Gründerzeit-Villa errichten, die technisch und architektonisch auf dem Stand ihrer Zeit war.

Als Theodor von Taussig 1909 verstarb, teilte sich das Erbe auf seine Ehefrau und insgesamt 12 Kinder auf, wodurch keiner der Erben finanziell in der Lage war, die übrigen Familienmitglieder auszuzahlen. Wohl auch aus diesem Grund wurde das gesamte Anwesen veräußert, 1931 wurden die Gebäude schließlich abgerissen.

Nach erfolgter Aufteilung des Vermögens ließ sich Helene Taussig, nunmehr finanziell unabhängig, im Jahre 1934 eine Atelier-Villa in Anif bei Salzburg errichten. Dort wollte sie ihre Karriere als Malerin über die Grenzen Salzburgs hinaus weiterführen. Die NS-Diktatur zerstörte jedoch alle ihre künstlerischen Pläne und ihr Leben.

"Memory Gaps" schlägt nun vor, einen Teil der – durch die unmittelbar angrenzende ehemalige NS-Flak-Kaserne historisch belasteten – Parkanlage Küniglberg, die einst im Familienbesitz der Familie Taussig gestanden war, nach der ermordeten Künstlerin Helene Taussig zu benennen. Dieser könnte zu einem Ort der Erinnerung und symbolischen Restitution werden, der nicht nur Helene Taussig, sondern allen Künstlerinnen gewidmet ist, die als NS-Opfer ihr Leben verloren.

Die von der deutsch-österreichischen Malerin Konstanze Sailer 2015 gegründete Initiative hofft, dass die Wiener Stadtverwaltung diesen Vorschlag aufgreift und damit dazu beiträgt, die Erinnerung an die Künstlerin Helene Taussig lebendig zu halten.

Intervention: Memory Gaps - "Der erstattete Park der Helene Taussig"

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