Grüne Hollabrunn setzen Antrag durch
Neue Regeln für Fahrzeuge der Gemeinde
- „Die Zeit der Ausreden ist vorbei“: Zusatzantrag von Grünen Klima-Stadträtin Fasching bringt neue Regeln für Gemeinde-Fuhrpark
- Foto: Grüne Hollabrunn/Fasching
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Nach einer Diskussion über die Anschaffung eines Diesel-Kommunalfahrzeugs beschloss der Hollabrunner Gemeinderat einstimmig neue Vorgaben: E-Alternativen müssen künftig geprüft und über acht Jahre verglichen werden.
HOLLABRUNN. Anlass für den Zusatzantrag von Grüne-Stadträtin Sabine Fasching war die geplante Anschaffung eines Kommunalfahrzeugs mit Dieselmotor. Fasching kritisierte, dass dabei keine elektrische Variante zum Zug komme.
- Elektromobilität im Fuhrpark: Auch die Ladeinfrastruktur bei den Stadtwerken soll künftig entsprechend berücksichtigt werden.
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„Wir kaufen heute die Technologie von gestern und handeln damit gegen unser eigenes Klimaschutzkonzept, dem damals alle Fraktionen im Gemeinderat zugestimmt haben“, sagt sie.
Kritik an Diesel-Anschaffung
Auch die Vorbildwirkung der Gemeinde sei für Fasching entscheidend: „Wo bleibt da die Vorbildfunktion der Gemeinde?“ Sie verwies zudem auf den zuletzt gestiegenen Dieselverbrauch des Gemeinde-Fuhrparks und argumentierte, dass sich Elektrofahrzeuge durch eigene Stromerzeugung und mögliche Förderungen wirtschaftlich rascher rechnen könnten.
Gesamtkosten sollen verglichen werden
Fasching brachte deshalb einen Zusatzantrag ein, der vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde. Künftig muss bei jeder Neu- oder Ersatzanschaffung für den Gemeinde-Fuhrpark verpflichtend auch mindestens ein geeignetes Elektrofahrzeug geprüft werden.
- Bidirektionales Laden: Elektroautos könnten als mobile Energiespeicher dienen – technisch möglich, gesetzlich verboten.
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Zusätzlich soll eine Gesamtkostenrechnung über acht Jahre erstellt werden. Damit sollen Anschaffung, Betrieb und weitere Kosten der verschiedenen Antriebsarten miteinander verglichen werden. Auch die notwendige Ladeinfrastruktur bei den Stadtwerken soll entsprechend angepasst und ausgebaut werden. „Die Zeit der Ausreden ist vorbei, denn geeignete E-Fahrzeuge sind am Markt vorhanden - nutzen wir endlich den Fortschritt“, appellierte Fasching.
„Das ist ein wichtiger Schritt, damit die Ziele des Klimaschutzkonzeptes nicht länger nur auf dem Papier existieren, sondern tatsächlich in der Realität ankommen“, freut sich Fasching über den Beschluss.
Warum diesmal ein Diesel zum Einsatz kommt
Stadtrat Lukas Niedermayer betont allerdings, dass die Entscheidung für das konkrete Kommunalfahrzeug nicht grundsätzlich gegen Elektromobilität gerichtet sei. Das Fahrzeug werde im Winter teilweise stundenlang im Einsatz sein und müsse auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Hinzu komme, dass für das geplante Fahrzeug verschiedene Anbaugeräte vorgesehen seien, die derzeit nicht mit einem Elektrofahrzeug kompatibel seien.
- Am besten den Strom der PV-Anlage selbst nutzen.
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Zudem komme ein spezieller Treibstoff zum Einsatz, der laut Niedermayer rund 90 Prozent weniger CO₂ verursache als herkömmlicher Diesel und zugleich günstiger sei.
Auch für einen Blackout gerüstet
Ein weiterer Punkt sei die Versorgungssicherheit. Im Fall eines längeren Stromausfalls müsse die Gemeinde handlungsfähig bleiben und insbesondere die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten können. „Bei einem Blackout wird Strom möglicherweise nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Einen Dieselvorrat können wir dagegen vorhalten“, so Niedermayer.
Bei künftigen Anschaffungen wolle man dennoch verstärkt auf Elektrofahrzeuge setzen – sofern diese für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet sind.
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