25.07.2017, 09:13 Uhr

Verdi Reloaded in Verona

Da immer wieder Waldviertler Reisebüros Touren zu den Opernfestspielen in Verona anbieten, haben auch wir uns auf die Spuren Verdis in die Arena begeben.
Nabucco überrascht in Verona durch eine erstaunliche Inszenierung. Die Handlung des babylonischen Dramas wird in die Zeit der italienischen Unabhängigkeitskämpfe gegen Österreich verlegt, was wahrscheinlich Verdis kritischem Denken entspricht, aber dem Besucher den Eindruck vermittelt in den Film "Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin" geraten zu sein. Stimmlich hervorragend erweist sich ein etwas beleibter Franz Josef in Uniform als Nabucco, seine ebenfalls überzeugende Tochter erscheint im Kostüm Kaiserin Elisabeths, der Gefangenenchor wird in die Mailänder Scala verlegt. Dem historisch unkundigen Besucher hilft aber die Musik sich in der Oper zurechtzufinden und sie zu genießen.
Ein Opernerlebnis erster Güte ist aber "Rigoletto". Ein romantisches Bühnenbild zeigt Mantua mit seinem Palast und versteckten Winkeln. Rigoletto als böswilliger Hofnarr und verzweifelter Vater, Gilda - eine naiv verblendete Liebende und der Herzog als charmanter Gewohnheitsverführer lassen das Herz des Opernfans höher schlagen und den nächsten Arenabesuch als Fixpunkt des Sommers zu planen
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