04.10.2016, 19:45 Uhr

Lottogewinn - das Glück fand den Richtigen im Bezirk Horn!

Peter mit dem großen Herz für Tiere. Das Rauchen will er aufgeben, macht einen Kurs bei der Krankenkasse. (Foto: hs)

Er wohnt in einer Haushälfte, das Mobiliar ewig unverändert. Nicht Geld sondern Tiere sind sein Elixier

BEZIRK. Von solchen Augenblicken träumt jeder Lottospieler. Als er im TV die Zahlen verglich, war die Freude groß. Er dachte, er hätte einen Fünfer. Erst später bemerkte er, dass es eigentlich ein Sechser war. Da hat er ein Achtel getrunken und seine Freundin angerufen - die dachte, es sei ein Schmäh und reagierte gar nicht euphorisch erfreut.


Glück traf Richtigen

Peter (66) hat im Jahr 2002 den Lotto-Hauptgewinn geknackt - mit zwei weiteren Spielern. Wie viel das gebracht hat, möchte seine Freundin nicht veröffentlicht sehen. "Es war nicht so viel", beschwichtigt die ehemalige Bankangestellte, "und so viel ist auch nicht mehr da." Wenig war das nicht - wir wissen den Betrag.
Damals hat er bei einer Firma in Vösendorf gearbeitet, war Chauffeur, Magazineur, "alles was anfiel." Lotto spielte er noch nicht lange, da ging er zum Chef und wollte einen Vorschuss auf den Lohn. Der Chef im Spaß: "Willst es versaufen?" "Nein, Lottospielen!" Er bekam den 100-er und setzte in Laxenburg auf einen ganzen Schein - Quicktipps.
Peter hatte es nicht leicht als Kind und er hat es sich auch nicht leicht gemacht im Leben. Immer brav gearbeitet - und war durch seine sehr umgängliche Art in der Firma sehr beliebt.
Sein Leben hat er nicht verändert, hat weiter gearbeitet. 8.000 m2 Grund hat er neben dem Haus gepachtet (!) - dort leben seine 17 Ziegen, einige Hühner, Enten - sein Ein und Alles. Dem Chef hat er 100.000 € geborgt, der Firma ging es nicht so gut. "Heute ist sie hoch weiß", sagt er und das Geld hat er längst zurückbekommen. Auch seiner Freundin hat er 100.000 € geschenkt. Aber auch sie ist bescheiden. Hat es angelegt und sein Geld auch. Nur zwei Autos hat er sich gekauft damals. Einen Jeep und ein Mercedes Cabrio. Er hat weder in ein Haus noch in Immobilien, noch in Reisen investiert. "Wozu", fragt er. Er ist bescheiden, zufrieden, brauche nichts. Sein Wunsch: "Es soll bleiben wie es ist." Trotzdem spielt er weiter Lotto. "Einfach aus Sentimentalität", lacht er.
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