08.11.2016, 14:57 Uhr

Menstruationstasse - Top oder Flop?

Geld sparen und der Umwelt etwas Gutes tun - eine Alternative zu Binden, Tampons und Co.

BEZIRK. Immer wieder sind Frauen auf der Suche nach einer billigeren Alternative zu Tampons und Binden. Diese Wegwerfprodukte saugen das Geldbörsel leer und sind gleichzeitig eine kleine Umweltsünde. Eine Alternative ist die Menstruationstasse. Sie ist eine kleine, meist aus medizinischem Silikon hergestellte, biegsame Tasse, die das Menstruationsblut auffängt, bevor es austritt.


Ein Plus für die Gesundheit

Mit der Menstruationstasse kann jedoch nicht nur Geld gespart werden, sondern auch Zeit. Sie muss nur alle 12 Stunden geleert werden. Das heißt: Nur zwei Mal täglich an die Menstruation denken. Auch die Sorgen um TSS bleiben aus. Das gefürchtete Toxische Schocksyndrom (eine Art der Blutvergiftung), das durch zu seltenes Wechseln von Tampons entstehen kann, kann mit dieser alternativen Monatshygiene nicht auftreten, da kein Sauerstoff in die Scheide gelangen kann.
Auch der Horner Gynäkologe Dr. Rudolf Wiborny spricht sich positiv über die Menstruationstasse aus: „Wenn man die Tassen gut pflegt, bringen sie Vorteile. Erstens trocknet die Scheide nicht aus wie bei den Tampons, zweitens können sich keine Bakterien ansammeln, drittens sind sie wieder verwendbar, daher kostengünstiger." Auch fügt er hinzu: "Man sollte solche mit weichem Rohstoff verwenden. Die können auch nicht nur bei der Menstruation benützt werden, sondern auch beim Schwimmen, um einen Schutz vor Bakterien oder Keimen in Hallenbädern zu haben."


Übung macht den Meister

Bei allen Vorteilen der Menstruationstasse gibt es allerdings auch ein paar Nachteile. Das Falten und Einführen muss geübt werden. Frauen, die bisher ausschließlich Binden benützt haben, werden damit mehr Schwierigkeiten haben als Tampon-Nutzerinnen. Sitzt die Monatshygiene aber einmal richtig, ist sie nicht zu spüren. Das Entfernen sollte anfangs unter der Dusche ausprobiert werden, damit das Herausziehen ohne Verschütten gelernt wird.
Ob es für jede Frau etwas ist? Vermutlich nicht - aber wie bei jeder Monatshygiene gilt: Einfach selbst probieren!
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