Dringende Bauarbeiten auf der Muttekopfhütte erfolgreich abgeschlossen

Die Trinkwasserversorgung der Muttekopfhütte wurde erneuert und dazu oberhalb der Hütte eine neue Quellfassung sowie ein neuer Hochbehälter errichtet.
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  • Die Trinkwasserversorgung der Muttekopfhütte wurde erneuert und dazu oberhalb der Hütte eine neue Quellfassung sowie ein neuer Hochbehälter errichtet.
  • Foto: AV-Sektion Imst-Oberland
  • hochgeladen von Petra Schöpf

IMST. Von einer neuen Trinkwasserversorgung über die Sicherung des Felskopfs hinter der Hütte bis hin zur Sanierung der Stützmauer unterhalb der Terrasse und des Bachbettes , die Hütte der Alpenvereinssektion Imst-Oberland glich zuletzt einer alpinen Großbaustelle. Nun sind sämtliche Arbeiten erfolgreich abgeschlossen und die Hütte präsentiert sich auf dem neuesten Stand.

Viele Imsterinnen und Imster bemerkten im Juni und Juli zahlreiche Hubschrauberflüge ins Muttekopfgebiet. Einige davon steuerten direkt die Muttekopfhütte der Alpenvereinssektion Imst-Oberland auf 1.934 Meter an. Der Grund dafür waren mehrere dringende Arbeiten rund um die beliebte Hütte in den Lechtaler Alpen.

Wasserversorgung gesichert

„In der vergangenen Zeit traten rund um die Muttekopfhütte mehrere Problemzonen auf. Die Sektion musste nun reagieren und erledigte sämtliche Arbeiten in einem Zug im Sommer 2018“, erklärt Tini Gastl, Obfrau der Alpenvereins-Sektion. Im August des Vorjahres gab es bei der Trinkwasserversorgung der Hütte zwei Mal einen Totalausfall, was für eine vollbesetzte Unterkunft in den Bergen verheerend ist. Dank des raschen Einsatzes der Sektionsmitglieder konnte damals die Zuleitung provisorisch gerichtet werden. Grund für die Ausfälle war eine unterbrochene Leitung von den Quellen zum Hochbehälter. Die Trinkwasserversorgung wurde daher komplett saniert, eine zweite Quelle aktiviert und ein neuer Hochbehälter mit 10 m³ Fassungsvermögen installiert. „Jetzt haben wir auf der Hütte mehr Wasser bei höherem Druck zur Verfügung. Die Trinkwasserversorgung befindet sich in top Zustand“, bestätigt Hüttenreferent Stefan Jäger.

Sanierung Stützmauer und Beisselstein

Vermutlich auf Grund von Wassereintritten brach die Stützmauer unter der Hütte teilweise zusammen. Sie musste daher dringend saniert und an manchen Stellen neu errichtet werden. Die Mauer erfüllt eine wichtige Stützfunktion. Für den neuen Teil kam bewehrte Erde zum Einsatz damit die Mauer verwächst und sich so optimal in die Landschaft eingliedert. Zum Erscheinungsbild der Hüttenumgebung gehört auch der „Beisselstein“, eine östlich über die Hütte hinausragende Felsrippe. Diese stellt den Lawinenschutz des Gebäudes dar. Um die Stabilität zu sichern, wurde der ostseitige Teil des „Beisselsteins“ mit einem Hochleistungsgitter eingepackt, sodass er noch lange erhalten bleibt.

Bach kam bedrohlich nahe

Baureferent Markus Welzl berichtet über eine weitere nötige Baustelle hinter der Hütte: „Die schweren Unwetter samt massiven Niederschlägen der vergangenen Jahre hatten das Bachbett des Karbaches neben der Muttekopfhütte stark verändert. Das Wasser grub sich immer weiter Richtung Hütte. Daher wurde das Ufer mittels einer Steinschlichtung gesichert und das Bachbett so verändert, dass derzeit keine Gefahr für die darüber liegende Hütte besteht.“ Weiters erhielt die Materialseilbahn eine komplette Sanierung und am nahegelegenen Wasserfall-Klettersteig wurde die kaputte Holzbrücke durch eine neue Seilbrücke ersetzt.

Zeitplan eingehalten

Mit den Arbeiten wurde Anfang Juni gestartet. Bis auf kleine Kosmetikarbeiten konnte alles planmäßig bis Ende Juli abgeschlossen werden. „Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den ausführenden Firmen wie HTB, Felbermayr, Tiroler Wildbach- und Lawinenverbauung, DI Jürgen Ewerz und Alpecon. Ebenso möchte sich die Sektion Imst-Oberland bei allen Gästen der Muttekopfhütte für das Verständnis der Bauarbeiten bedanken“, so Obfrau Tini Gastl. „Ab sofort können alle Wanderer wieder die Ruhe in vollen Zügen genießen.“ Die Hütte hat noch bis 1. Oktober geöffnet.

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