Thomas macht die Hunde glücklich

Thomas Agreiter in seinem Element. Unter seinen Hunden fühlt sich der Imster besonders wohl.
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Als großer Tierfreund beschäftigt sich ein Imster intensiv mit dem treusten Freund des Menschen

IMST (pele). Wer sich dem Haus in der Imster Oberstadt nähert, erwartet eigentlich lautes Kläffen und Bellen. Aber nichts da! Die Hunde von Thomas Agreiter sind wohl erzogen. Auch wenn sich in einem riesigen Gehege aktuell sieben Hunde befinden, üben sich diese in großer Gelassenheit. Erst wer direkt zum Gehege geht, nimmt fideles Schwanzwedeln und freudiges Kläffen wahr – es gilt, den eben eingetroffenen Gast zu begrüßen!

Der heute 42-jährige Thomas Agreiter ist großer Tierfreund von klein auf. Als Kind durfte er allerdings keinen Hund haben, da er Allergiker war. Als die Krankheit im Alter von 17 Jahren verschwunden war, übernahm er nach wenigen Jahren von einem Freund einen achteinhalb-jährigen Rottweiler. Schon wenig später begann er dann, sich intensiv mit den Charakteren von Hunden zu beschäftigen. Noch nicht daran denkend, dass seine Passion irgendwann auch sein Beruf werden könnte.

Selbst stolzer Hundebesitzer

Inzwischen ist Agreiter selbst stolzer Besitzer von zwei Rottweilern, einem Pitbull, einem blinden Riesenschnauzer, einem Jack-Russell-Mix und einem Chihuahua. Geholt hat er alle Vierbeiner aus verschiedenen Institutionen, unter anderem auch aus Tötungsstationen.

Mehr als 20 Jahre arbeitet der Imster nun schon mit Hunden. Abgelehnt hat er noch keinen Fall. „Wer mit seinem Tier Probleme hat, kann gerne zu mir kommen. Ich habe mit meiner Arbeit auch schon viele Vierbeiner vor dem Einschläfern gerettet. Gearbeitet wird grundsätzlich im Rudel, in dem sich Tier intensiv mit Artgenossen auseinander setzen müssen. Gelernt hat Agreiter seine Arbeit nach dem Motto „Learning by Doing“.

Für den Hundeexperten ist auch klar: „Das eigentliche Problem macht nicht ein Hund, sondern der jeweilige Halter. Viele bringen einfach viel zu wenig Geduld auf für die Arbeit mit ihren Haustieren“´.“

Nimmt jemand die Dienste von Agreiter in Anspruch, dann „schau´ ich mir zunächst den Menschen an. Er ist es, an dem sich ein Hund orientiert. Und dementsprechend können in der Erziehung sehr viele Fehler gemacht werden. Die Art, wie man mit einem Hund umgehen muss, hängt nicht zuletzt auch von der Rasse ab. Bei einem Rottweiler etwa stehst du stets unter Beobachtung und er wartet, ob du einen Fehler machst.“

Halter müssen sich ändern

So kommt es laut Agreiter vor, dass sich mitunter ein Hundehalter um 100 Grad ändern muss, um das nötige Vertrauensverhältnis zum Vierbeiner aufzubauen. „Das ist natürlich nicht immer ganz einfach. Deshalb kontrollier ich auch immer vor Ort die Verhältnisse und eruiere, wie der Hund mit seinem Menschen lebt. Wichtig ist, dass es der Besitzer hinbekommt, dass sich der Hund von klein auf anpasst und gewisse Regeln akzeptiert“, sagt der Fachmann.

Er räumt auch ein: „Eine hundertprozentige Resozialisierung eines Problemhundes wird nie möglich sein. Aber ich bekomme es auf alle Fälle so weit hin, dass das Tier überall hin mitgehen kann ohne negativ aufzufallen.“

Kein Konkurrenzdenken

Agreiter sieht sich übrigens nicht im Geringsten als Konkurrent zu Hundeschulen: „Ganz im Gegenteil, ich bin eine Ergänzung, arbeite etwa schon seit längerem mit der Hundeschule in Hopfgarten sehr eng zusammen. Auch in Imst werden immer wieder Hundehalter zu mir geschickt. Und ich unterstütze auch gerne Organisationen wie Tierheime. Durch meine berufliche Tätigkeit bin ich schon in ganz Tirol herum gekommen. Auch in der Schweiz und in Italien war ich schon aktiv.“

Erreichbar ist Thomas Agreiter, der seine Tätigkeit unter dem Firmennamen Cool Dog ausübt, unter der Telefonnummer 0650 4310566. Dort kann auch angefragt werden, wann er einer seiner beliebten Rudel-Wanderungen im Gurgltal organisiert.

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